06.10.2008 | Redakteur: Dietmar Kuhn

„Vision Zukunft – Stahl schneiden“, das war das Motto, unter dem sich die Mitglieder des Schneidforums zum achten Mal trafen. Die Veranstaltung fand am 18. September auf Schloss Grünewald in Solingen statt.
Der Automatisierungsingenieur und Business-Coach Gerhard Hoffmann veranstaltete den Brennschneidtag zum ersten Mal in seiner Heimatstadt. Die Klingenstadt Solingen steht als Synonym für Jahrhunderte alte Erfahrung in der Herstellung von Messern und besitzt nun eine Attraktion mehr – den Deutschen Schneidverband, den Gerhard Hoffmann zusammen mit den Gründungsmitgliedern auf dieser Veranstaltung repräsentierte.
Die markenrechtlich geschützte Workshop-Reihe Deutscher Brennschneidtag erfreut sich konstant wachsender Beliebtheit, über 60 Unternehmer und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden nahmen diesmal teil. Dazu erklärt Gerhard Hoffmann: „Wir haben das Schloss Grünewald für dieses heikle Thema ausgewählt, damit die Besucher den Kopf frei bekommen, abschalten können und so Raum für neue Gedanken und Visionen entsteht.“ Der Oberbürgermeister der Stadt Solingen, Franz Haug, eröffnete die 8. Veranstaltung. Am Vormittag gab es sechs Workshops, die von verschiedenen Referenten geleitet wurden.
Zum Thema „Eigenschaften von Hy-Definition-Plasma, derzeitiger und zukünftiger Trend in der Plasmatechnologie“ berichtete Ulrich Horst von Hypertherm. Besonderes Interesse fiel auf die Gegenüberstellung der drei Schneidverfahren Autogen, Plasma und Laser, die in einem Video mit jeweils anderen Zeiten und Kosten das gleiche Konturteil ausschnitten. Horst konstatierte, dass die Zeit der Grabenkämpfe unter den einzelnen Schneidverfahren vorbei sei, jedes Verfahren habe seine speziellen Eigenschaften und damit sein individuelles Aufgabengebiet.
Ewald Hund von Arku in Haueneberstein erklärte, warum das Walzenrichten ein wirtschaftliches Verfahren für ebene Brennteile sei und wie Kosten eingespart werden können. Das von ihm vorgestellte Verfahren eignet sich demnach zum einfachen und bedienerfreundlichen Einsatz von Materialdicken bis zu 50 mm.
Über „Unterscheidungsmerkmale und Herstellkriterien für Plasmaverschleißteile“ referierte Manfred Hollberg. Er verwies auf die derzeit exorbitant hohen Materialpreise für bestimmte Kupferlegierungen und andere Edelmetalle, die bei der Fertigung von Verschleißteilen erforderlich seien.
Detlef Münnich diskutierte mit den Teilnehmern über die Möglichkeiten, Brennteile schnell und unkompliziert zu kalkulieren. Dabei stellte er heraus, dass die Praxistauglichkeit ein ganz entscheidendes Kriterium für die Effizienz einer Software sei. So müsse ein geeignetes Produkt einfach zu bedienen sein und flexibel genug, um die unterschiedlichsten Kundenwünsche zu erfassen.
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