21.10.2008 | Redakteur: Rüdiger Kroh
Drei Jahre nach seiner Markt-einführung hat sich das CMT (Cold Metal Transfer)-Verfahren in der Praxis etabliert. „Wir haben in Deutschland jetzt 1261 verkaufte CMT-Anlagen“, berichtet Reinhold Wiesmeyr, Vertriebsleiter der Sparte Schweißtechnik bei der Fronius Deutschland GmbH. Weltweit sind derzeit rund 2800 Systeme im Einsatz, bis Ende des Jahres sollen es 3000 sein.
Der erste Anwender dieser Technik war noch in der Vorserienphase 2004 die VW Sachsen GmbH im Werk Mosel. „Die Spritzerfreiheit und der geringe Wärmeeintrag haben uns überzeugt“, betont Reiner Tunger, Leiter Cost-Center Serienplanung/Werktechnik/Pilothalle. VW setzt das CMT-Löten bei der C-Säule des Bentley Continental GT ein. Dort muss ein 2 bis 3 mm breiter Spalt zwischen zwei unterschiedlich dicken Blechen mit Lötgut geschlossen werden. „Wir haben verschiedene Fügeverfahren getestet, aber erst das CMT-Löten brachte den gewünschten Erfolg“, erinnert sich Tunger.
Die positiven Erfahrungen haben VW dazu bewogen, den CMT-Prozess auch in die Großserienfertigung von Golf und Passat einzuführen. Bei der Dach-Seitenteil-Verbindung und beim Dachquerträger wird in Überkopfposition geschweißt. „Dort konnten wir die Nacharbeit um mehr als 70% reduzieren.“
Fronius Deutschland GmbH, Halle 13, Stand E76
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