Ucimu-Sistemi per Produrre

Auftragseingang italienischer Werkzeugmaschinenbauer bricht ein

 

28.11.2008 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse

 

Die Auftragseingänge der italienischen Werkzeugmaschinenhersteller sind deutlich eingebrochen. Im dritten Quartal hat der Index der Aufträge des Maschinenbauverbands Ucimu-Sistemi per Produrre einen Rückgang von 17,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2007 verzeichnet, wie Ucimu mitteilt.


Die Inlandsaufträge sind derzeit das Sorgenkind von Giancarlo Losma, Präsident des italienischen Werkzeugmaschinenbau-Verbandes Ucimu.
Die Inlandsaufträge sind derzeit das Sorgenkind von Giancarlo Losma, Präsident des italienischen Werkzeugmaschinenbau-Verbandes Ucimu.
Somit hat sich der absolute Indexwert bei 56,6 eingependelt, ein Wert auf gleicher Linie mit jenen des dritten Quartals der vorherigen Jahre, wenn man den Wert für das Jahr 2007 als Rekordjahr ausschließt. Betrachtet man die ersten neun Monate des Jahres, muss hervorgehoben werden, dass das Ergebnis der Auftragseingänge (-4%) im Prinzip mit dem Ergebnis des gleichen Zeitraumes des vorhergehenden Jahres übereinstimmt.

Italienischer Inlandsmarkt entwickelt sich besonders schwach

Dieses Ergebnis wurde hauptsächlich durch den empfindlichen Rückgang der Aufträge auf dem Inlandsmarkt bestimmt (-27,4%) mit einem absoluten Indexwert von 24,7. Auf dem Auslandsmarkt verzeichneten die Auftragseingänge eine leichte Verlangsamung (-8,3%), heißt es in der Mitteilung. Diese leichte Abschwächung sei für die italienischen Hersteller nicht besonders beunruhigend, da der Wert mit dem Rekordergebnis des dritten Quartals 2007 verglichen wird. Der Indexwert von 98,6 ist der zweitbeste jemals verzeichnete.

Auf den Export bezogen stiegen in den ersten sechs Monaten 2008 (konsolidierte Daten) die Verkäufe italienischer Werkzeugmaschinen um 13,3% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007. Besonders stark stiegen die Lieferungen nach Deutschland (+14,9%), China (+10,2%), die Vereinigten Staaten (+9,1%), Frankreich (+6,5%), Russland (+45%). Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Verkäufe nach Spanien (-16,6%). Einen besonders kräftigen Anstieg gab es in Brasilien (+152,2%) und Österreich (+138,1%).

Ucimu setzt weiterhin auf Brasilien, Russland, Indien und China

„Betrachtet man diese Zahlen ist der Auftragsverlauf auf den ausländischen Märkten, wenngleich leicht verlangsamt, kein Grund zur Besorgnis“, kommentierte Ucimu-Präsident Giancarlo Losma. „Die Werte sind tatsächlich noch besonders hoch Dank der Nachfrage von äußerst unterschiedlichen Märkten und Sektoren. Außer den traditionellen Absatzmärkten des Made in Italy der Branche, wissen wir dass die BRIC-Staaten weiterhin mit der Ausdehnung und der technischen Entwicklung fortfahren werden und somit mit dem Erwerb von innovatien Maschinen.“

Ganz anders erscheint hingegen das Bild auf dem Inlandsmarkt. Dort droht laut Ucimu der Rückgang und die mögliche Blockierung von Investitionen in Produktionssysteme, das Land in eine schlechte Lage für das produzierende Gewerbe zu führen, mit negativen Auswirkungen auf das gesamte nationale Wirtschaftssystem. Der Verband fordert deshalb Unterstützung von der Politik, um den Absatz von Investitionsgütern anzukurbeln. Konkret forderte Losma erleichterte Abschreibungen auf Maschinen in Italien.

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