VDMA
Maschinenbau weiter schwer gebeutelt
28.05.2009 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im April 2009 um 58% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 52%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 60% im Vergleich zum Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt. Ein Aufschwung ist noch nicht in Sicht, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers unserer Redaktion.
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Maschinenbau-Statistik durch Rekord-Vorjahresmonat verzerrt
„Die Befürchtungen, dass sich die schlechten Nachrichten mit dem Auftragseingang im April fortsetzen, haben sich leider bewahrheitet: Das Rekordergebnis des Vorjahres mit ungewöhnlich vielen Großaufträgen, kombiniert mit einem durch die Osterfeiertage verursachten Kalendereffekt, bescherten dem ohnehin schon gebeutelten Maschinenbau ein Minus von 58%“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Wiechers das Ergebnis.
Allerdings sei der Vergleichsmonat April 2008 außergewöhnlich gut gewesen. „Wir hatten im April 2008 ein All-Time-High beim Auftragseingang im Maschinenbau“, erläuterte Dr. Wiechers. Im Durchschnitt hatten die Maschinenbauer damals 172% der Aufträge des Jahres 2005 hereinholen können, ein Jahr später waren es nur noch 73%. „Wir hatten zwar im März zum Quartalsende ein leichtes Anziehen. Ich rechne aber mit weiteren Ausschlägen nach oben und nach unten in den kommenden Monaten“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt.
Maschinenbau kann nicht auf raschen Aufschwung hoffen
Anzeichen einer Bodenbildung seien noch nicht auszumachen, nur die Frühindikatoren wie der Ifo-Geschäftsklimaindex ließen hoffen. Doch auch denen schenkt der VDMA-Chefvolkswirt nicht allzu viel Vertrauen: „Wir haben ein Anziehen der Frühindikatoren, doch es fragt sich, wie nachhaltig das ist.“ Man müsse 2009 mit einem Minus von 10 bis 20% im Maschinenbau rechnen, der Einbruch gehe durch alle Fachzweige.
Unter normalen Umständen und bei einem weiteren Anziehen der Frühindikatoren würde der Auftragseingang im Maschinenbau vier bis sechs Monate später nach oben drehen. „Dann dauert es noch einmal durchschnittlich vier Monate, bis sich das im Umsatz niederschlägt“, erläuterte Dr. Wiechers.





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