Lohnzuschnitt
Deutscher Schneidverband bringt Lohnzuschnitt-Betriebe unter ein Dach
11.08.2009 | Redakteur/Autor: Rüdiger Kroh
Der Deutsche Schneidverband zählte bereits bei seiner Gründungsversammlung im März 20 Betriebe. Einstimmig wurde die Satzung von den anwesenden Geschäftsführern verabschiedet und Gerhard Hoffmann, Schneidforum Solingen, zum Vorsitzenden des Verbands gewählt.
Als Beiräte wurden Matthias Pokriefke, Stender GmbH, Dirk Köntje, W. Albrecht GmbH & Co. KG, und Hans-Dieter Beck, Jebens GmbH, berufen. Der Verband ist als Berufsverband anerkannt und verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen.
Viele Unternehmer und Geschäftsführer finden in ihrem Geschäftsalltag kaum die Zeit, ehrenamtliche Zusatzaufgaben zu übernehmen. Deshalb entschloss man sich, eine schlanke Struktur einzuführen, bei der große Teile der Verwaltung und der Arbeit vom Schneidforum und seinen Mitarbeitern übernommen werden, und den Verband als nicht eingetragenen Verein zu gründen.
Die Mitglieder kommen aus allen Branchen, die sich mit dem Schneiden von Stahl befassen und ihren Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben. Das Tätigkeitsfeld der Mitgliedsfirmen umfasst den Lohnzuschnittbereich, mit oder ohne Anarbeitung, den Maschinen- und Anlagenbau, den Apparate- und Metallbau, wobei sich auch die Firmengröße von der kleinen Schlosserei mit fünf Mann bis zum 1200-Mann-Großunternehmen erstreckt.
Verband will Lobby für die Stahl-Schneidindustrie sein
Doch so groß auch die Unterschiede sein mögen, die Probleme im wirtschaftlichen Zuschnitt unterscheiden sich weitaus weniger. Alle diese Betriebe einigt der Wunsch und das Ziel, ihren Job besser, wirtschaftlicher und ökonomischer auszuführen. Der Deutsche Schneidverband vertritt die Interessen der Stahl-Schneidindustrie und stellt eine Lobby für diese Branche dar.
Um effektiv arbeiten zu können, beschloss der Verband eine anonyme Umfrage in Form eines Benchmarkings zu erarbeiten. Das schon seit einigen Jahren am Markt erfolgreich tätige Schneidforum, Veranstalter des Deutschen Brennschneidtages, führt diese Aufgabe und Analyse aus. Die dabei gewonnenen Informationen werden den Mitgliedern für ihre Entscheidungen und Zukunftsplanungen zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren haben die Mitglieder beschlossen, einheitliche Standards für Schneidmaschinen zu entwickeln sowie an der Übersichtlichkeit der ISO 9013, der Genauigkeitsnorm für Schneidprozesse, positiv mitzuwirken.
Deutscher Schneidverband organisiert Erfahrungsaustausch-Gruppen
Zudem organisiert der Verband zwei Erfahrungsaustausch-Gruppen nicht konkurrierender Betriebe der gleichen Branche. Gerade in einer Wirtschaftskrise stellt dieses Instrument eine Bereicherung dar und ist obendrein nahezu kostenlos, heißt es.
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