28.09.2009 | Autor / Redakteur: Stefanie Reich / Rüdiger Kroh

Das Fügen sicherheitsrelevanter Kfz-Komponenten stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz. Für ein Airbaggehäuse wurde das Rundpunkt-Blechverbindungsverfahren ausgewählt. Dabei übernimmt ein Mehrpunktwerkzeug mit zwei Stationen sowohl das Verbinden als auch das Prägen.
Lange Zeit gehörte das Punktschweißen zu den am meisten eingesetzten Verfahren zum Fügen und Verbinden von Blechteilen und Blechbaugruppen für Automobile. Später wurde das Punktschweißen des Öfteren durch andere thermische Verbindungsverfahren wie Schutzgas- und Laserschweißen zumindest teilweise substituiert.
Parallel dazu haben sich die mechanischen Niet-, Clinch- und Stanzmutter-Verbindungsverfahren weiterentwickelt und darüber hinaus kamen kombinierte Verbindungsverfahren wie Kleben plus Clinchen zur Anwendung. Zwar konnten sich diese hinsichtlich Leistung absolut vergleichbaren oder sogar überlegenen Verfahren in vielen Fahrzeugkomponenten sowie im Karosserie-Rohbau durchsetzen, jedoch blieben speziell die crash- und sicherheitsrelevanten Bereiche zunächst den herkömmlichen thermischen Fügeverfahren vorbehalten.
Dafür gab und gibt es zumindest beim weltweit eingesetzten Rundpunkt-Blechverbindungsverfahren von Tox Pressotechnik eigentlich keinen Grund, denn dieses kann bisher in über 200 Anwendungen in Kfz-Bauteilen und im Karosseriebau seine Eignung nachweisen, was anhand vieler Belastungstests und Langzeiterprobungen immer wieder eindrücklich bewiesen wird. Die zahlreichen Vorteile dieses Verfahrens sind in der Branche zwar hinreichend bekannt, jedoch dauerte es eine ganze Zeit und brauchte auch einiges an Beharrungs- und Durchsetzungsvermögen, bis sich das Tox-Clinchen auch in der Fertigung von crash- und sicherheitsrelevanten Bauteilen oder Baugruppen etablieren konnte.
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