Schneiden

Strahlverfahren und ihre Möglichkeiten beim Schneiden

 

03.02.2010 | Autor: Ingo Decker

 

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Stehen sie nun in Konkurrenz oder ergänzen sie sich? Laserstrahl-, Plasmastrahl- und Wasserstrahl–Schneidanlagen decken ein großes Anwendungsspektrum ab. Für den Nutzer ist es wichtig, das für die jeweils anstehende Schneidaufgabe optimale Strahlverfahren zu ermitteln.


Bild 1: Zusammenstellung strahlgeschnittener Teile aus verschiedenen Materialien unterschiedlicher Dicke. Bild: Knuth
Bild 1: Zusammenstellung strahlgeschnittener Teile aus verschiedenen Materialien unterschiedlicher Dicke. Bild: Knuth
Laserstrahl, Plasmastrahl und Wasserstrahl sind als industrielle Werkzeuge für das Schneiden verschiedener Werkstoffe gleichermaßen eingeführt und allgemein akzeptiert. Sie haben in ihrer Anwendung einerseits viele Gemeinsamkeiten, so dass sie für den Nutzer bezüglich der Handhabung gegeneinander austauschbar sind, andererseits sind sie so verschieden, dass sie zusammen genommen über eine sehr große Anwendungsbreite verfügen und sich damit eher ergänzen als miteinander in Konkurrenz zu stehen. Bild 1 zeigt eine Auswahl strahlgeschnittener Teile aus verschiedenen Materialien, hergestellt mit verschiedenen Schneidanlagen der Knuth Werkzeugmaschinen GmbH.

Plasmaschneiden reicht bis zu einer Dicke von 80 mm

Das Plasmastrahlschneiden ist aufgrund des übertragenen Lichtbogens auf typische Werkstoffe beschränkt wie unlegierte Stähle, rostfreie Edelstähle und Aluminiumlegierungen (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Die Anwendung beginnt bei Blechdicken von 3 mm und reicht im Falle einer maximalen Stromstärke von 400 A bis zu einer Dicke von 80 mm.

Je nach Blechdicke und Werkstoff sind die Stromstärke und die Schneidgeschwindigkeit so zu wählen, dass entweder mit höchster Schneidleistung ein einfacher Trennschnitt erfolgt oder dass eine gute Qualität der Schnittkante erzeugt wird. Im häufig vorkommenden Dickenbereich bis 10 mm können hohe Schnittqualitäten je nach Werkstoff und Dicke mit Geschwindigkeiten von 2 bis 5 m/min erreicht werden, während Trennschnitte mit mehr als 6 m/min möglich sind.

Wasserstrahlschneiden mit Abrasivstoff auch für harte Materialien

Sind neben den typischen Aufgaben der Plasma-Jet–Schneidanlagen von Knuth unlegierte Stähle in noch größerer Dicke oder aber bei mittleren Blechdicken mit größerer Ausbringung zu schneiden, so können Kombinationsanlagen mit einem oder mehreren Schneidköpfen für das autogene Brennschneiden ausgestattet werden. Dabei wird von der Maschinensteuerung automatisch zwischen dem Plasmastrahlscheiden und dem autogenen Brennschneiden umgeschaltet. Müssen hingegen Schneidteile mit definierten Bohrungen kleinerer Durchmesser hergestellt werden, bietet die Ausstattung mit einem mechanischen Bohrkopf eine geeignete Lösung.

Bildergalerie Klicken Sie auf ein Bild um die Bildergalerie zu öffnen (3 Bilder)
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Redakteur/Autor: Rüdiger Kroh
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