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Schraubverbindungen

Optimierte Gewindegeometrie erlaubt höhere Belastung von Schrauben

 

26.08.2010 | Autor: Frank Schlosser

 

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Eine selbstfurchende Schraube weist bei der Verschraubung in Leichtmetallen ähnliche Verschraubungsparameter auf wie eine herkömmliche metrische 10.9-Maschinenverschraubung. Die optimierte Gewindegeometrie erlaubt eine höhere Belastung jedes einzelnen Gewindeganges.


Optimierte Gewindegeometrie erlaubt höhere Belastung von Schrauben
Bild 1: Die gewindefurchende Schraube für Leichtmetalle bietet niedrige Eindreh- und hohe Versagensmomente. Bild: Ejot
In modernen Produktionsanlagen ist die Ausnutzung von Kosteneinsparungspotenzialen und damit einhergehend die Bauteiloptimierung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Durch den Wegfall bisher typischer Arbeitsgänge wie Bohren, Gewinde schneiden, Reinigen sowie Optimierungen in den Bereichen Werkzeugbeschaffung, Lagerhaltung und kürzere Taktzeiten können die Gesamtkosten einer Verbindung mit dem Einsatz einer gewindefurchenden Schraube um bis zu 30% reduziert werden. Dadurch wird das Gewindefurchen in Leichtmetall, insbesondere bei anspruchsvollen konstruktiven Gegebenheiten, zunehmend an Bedeutung im Markt gewinnen.

Selbstfurchende Schraube mit ähnlichen Parametern wie metrische 10.9-Maschinenverschraubung

Um diesen stark gestiegenen technischen Anforderungen für Verschraubungen von höherfesten, thermisch und dynamisch beanspruchten Bauteilen aus Leichtmetall gerecht zu werden, hat Ejot die Altracs-Schraube technisch optimiert. Ziel dieser Weiterentwicklung war eine selbstfurchende Schraube, die bei der Verschraubung in Leichtmetallwerkstoffen ähnliche Verschraubungsparameter aufweist wie eine herkömmliche metrische 10.9-Maschinenverschraubung. Die neue Altracs-Plus (Bild 1) behält so die spezifischen Vorteile der metrischen Kompatibilität bei.

Die metrische Steigung und die spezifische Gewindeflanke der Schraube von 33° hinterlässt einen größeren Gewindezahn im schwächeren Mutterngewinde des Leichtmetalls. Diese Geometrie erlaubt eine höhere Belastung jedes einzelnen Gewindeganges – die neue konstruktive Auslegung dieses Verbindungselementes erreicht damit das Versagenskriterium Schraubenbruch schon bei kürzeren Einschraubtiefen (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Bildergalerie Klicken Sie auf ein Bild um die Bildergalerie zu öffnen (1 Bilder)

Selbstfurchende Schraube mit niedrigen Eindrehmomenten

Niedrige Eindreh- und hohe Versagensmomente bieten bei Verwendung dieser neuen Schraubengeneration einen großen Korridor zur sicheren Montage mit einfachen, pneumatischen und elektrischen Schraubgeräten. Der kreisrunde Gewindequerschnitt in Kombination mit verschiedenen Einschraubtiefen (1 bis 2,5 × d) ermöglicht damit ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl des passenden Verschraubungssystems.

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Redakteur/Autor: Rüdiger Kroh
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