Photons in Production

Lasertechnik für Green Solutions

21.04.2011 | Autor / Redakteur: Michael Schmidt und Michael F. Zäh / Rüdiger Kroh

Kompakter Zweistrahl-Laser-Hartlöt- und -Schweißkopf mit koaxialer Drahtzuführung. Bild: blz

Vor dem Hintergrund einer weltweiten Verknappung der Rohstoff- und Energievorräte steht die Produktionstechnik vor zwei wesentlichen Herausforderungen: Die Produktion muss energieeffizienter und der Ressourcenverbrauch während der Lebenszeit der erzeugten Produkte reduziert werden. Unter dem Motto „Green Solutions“ werden bei der Sonderschau „Photons in Production“ Lösungsansätze präsentiert, die das Potenzial heutiger Lasertechnik für die Bewältigung dieser neuen Herausforderungen aufzeigen.

Die Bayerisches Laserzentrum GmbH, der Lehrstuhl für Photonische Technologien der Universität Erlangen-Nürnberg und das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der Technischen Universität München, die gemeinsam mit der Messe München die Veranstalter der Sonderschau sind, wollen dabei vor allem die Themenfelder Elektromobilität, Leichtbau mit metallischen Werkstoffen und Fertigungstechniken für faserverstärkte sowie nicht verstärkte Kunststoffe auf über 300 m² Ausstellungsfläche in den Fokus rücken.

E-Mobility – Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe ist eine besondere Herausforderung

In der Elektromobilität ist das Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe eine besondere Herausforderung. Bei der Herstellung von Hochleistungs-Batteriesystemen für Elektrofahrzeuge müssen beispielsweise die Anoden und Kathoden der einzelnen Akkumulatorzellen miteinander verbunden werden.

Die Livedemonstration „Laserstrahlschweißen art-ungleicher Werkstoffe“ zeigt den Fügeprozess unterschiedlicher Komponenten durch eine gepulste Strahlquelle. Durch den Lasereinsatz wird eine hohe mechanische Festigkeit der Verbindung gewährleistet, die gleichzeitig einen geringen elektrischen Übergangswiderstand aufweist.

Hochfeste Werkstoffe mit dem Laser zerspanen

Im Flugzeugbau müssen nach wie vor viele Bauteile spanend bearbeitet werden, damit sie den hohen Qualitätsanforderungen genügen. Hochfeste Werkstoffe wie Titanlegierungen, die großes Potenzial für den Leichtbau bieten, sind jedoch kaum für die spanende Bearbeitung geeignet. Ein hoher Werkzeugverschleiß und eine geringe Wirtschaftlichkeit sind die Folge. Im Rahmen der Sonderschau erfahren die Besucher, wie sich diese Problematik durch Einsatz des Lasers beheben lässt.

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