Sägen

Das Sägen wird schneller, präziser und wirtschaftlicher

04.07.11 | Autor / Redakteur : Ulrike Preuß / Rüdiger Kroh

„Die automatisierte Zu- und Abführung des Materials sorgt für die Leistungssteigerung der gesamten Prozesskette – und der Bediener ist für andere Aufgaben freigestellt”, meint Jörg Tetling, Vertriebsleiter bei Kaltenbach. (Bild: Kaltenbach)
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„Die automatisierte Zu- und Abführung des Materials sorgt für die Leistungssteigerung der gesamten Prozesskette – und der Bediener ist für andere Aufgaben freigestellt”, meint Jörg Tetling, Vertriebsleiter bei Kaltenbach. (Bild: Kaltenbach)

Stahl sowie NE-Metalle lassen sich heute nicht nur viel schneller, sondern auch wirtschaftlicher sägen als vor fünf Jahren. Auf der EMO Hannover 2011 stellen die Hersteller ihre Entwicklungen vor, die schnelles und genaues Sägen auch von schwer zerspanbarem Material ermöglichen – und die das Handling weitgehend automatisieren.

Von Technologie- und Produktivitätssprung, Revolution und neuer Ära ist die Rede, wenn man einige der führenden Sägemaschinenhersteller, die im September 2011 auf der EMO in Hannover ausstellen, nach den neuesten Entwicklungen fragt. Als schnellste Bandsäge im Bereich Profilstahl bewirbt zum Beispiel die Kaltenbach GmbH + Co. KG ihre Neuentwicklung KBS 1051.

Neue Sägemaschine benötigt nur ein Drittel der Zeit

„Während eine konventionelle Bandsäge mit hydraulischem Vorschub für das Zersägen eines HEM-400-Stahlträgers ungefähr viereinhalb Minuten braucht, ist die KBS 1051 nach guten anderthalb Minuten fertig“, fasst Jörg Tetling, Vertriebsleiter des Lörracher Unternehmes, die Vorzüge zusammen. „Und zwar unter alltäglichen Produktionsbedingungen.“

Dies erreiche die Maschine vor allem dadurch, dass sich die Sägebandneigung während des Schnittes variabel an wechselnde Profilquerschnitte anpasse – in Kombination mit einem kräftigen Antrieb. „Die Maschine läuft jetzt noch wirtschaftlicher“, streicht Tetling heraus. „Jetzt können Hartmetallbänder, die vorher ausschließlich für Vollstahl eingesetzt wurden, auch für Profilstahl verwendet werden. Die Maschine läuft auch mit Standard-Bimetall-Bändern.“

Definiertes Pulsen des Sägebandes beseitigt Schwingungen

Mit Bimetall-Sägebändern könne die Bandsäge PC Saw 700 ebenso viel Leistung bringen wie konventionelle Maschinen mit Hartmetallbändern, sagt Karl-Heinz Manthey, technischer Leiter im Bereich Sägetechnik bei Amada in Deutschland. Pulse-Cutting nennt das Unternehmen die Technik, die für diese Leistungssteigerung verantwortlich zeichnet.

Durch definiertes Pulsen des Sägebandes in Schnitt- und Vorschubrichtung würden unerwünschte Schwingungen des Sägebandes beseitigt. „Bei dieser Auf- und Abwärtsbewegung des Sägebandes kann Kühlmittel immer wieder gezielt in den Schnittkanal einfließen. Dadurch reduzieren wir den Schneidwiderstand“, erklärt Manthey. „Das wiederum erzeugt eine höhere Schnittleistung und eine längere Standzeit.“

Sägemaschine arbeitet mit guter Kühlung und Schmierung leiser

Ein weiterer Vorteil sei die reduzierte Geräuschentwicklung: „Dadurch, dass wir sehr gut kühlen und schmieren, haben wir eine geringere Schallemission im Vergleich zu konventionellen Sägen“, sagt Manthey. „Die Maschine läuft auch leiser, weil die Späne mehrfach geschnitten werden.“ Das Unternehmen mit Hauptsitz in Japan entwickelt und verkauft neben Maschinen auch die passenden Werkzeuge.

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