12.01.12 | Autor / Redakteur: Seref Varli / Stefanie Michel

Um als Hersteller und Zulieferer von Platinen flexibel und wettbewerbsfähig zu sein, ist es möglich, die Platinenschnittanlage und die Stapelung automatisieren. Eine solche Automation von Prozessabläufen in der Umformtechnik gewährleistet den Dauerbetrieb in drei Schichten, erhöht die Genauigkeit und spart Zeit.
Aufgrund der individuellen Produktionsmethoden der Hersteller ist es in den meisten Fällen nicht möglich, eine Platinenschnittanlage mit universellen Standardmaschinen zu automatisieren. Ebenso spielen die verschiedenen Größen und Formen der herzustellenden Platinen eine Rolle.
Die steigende Typenvielfalt verlangt eine immer höhere Flexibilität der Hersteller und Zulieferer. Angesichts des Platzmangels und der Lagerhaltung gehen immer mehr Hersteller dazu über, mit den an einer Platinenschnittanlage produzierten Platinen mehrere Einzelpressen und ganze Pressenstraßen zu beschicken.
Für einen Kunden automatisierte die Dreher GmbH beispielsweise die Platinenstapelung an einer vorhandenen Platinenschnittanlage. An der vorhandenen Längs- und Querteilanlage werden Rechteckplatinen aus Stahlmaterial geschnitten. Dafür wird das Blechband über eine Abwickelhaspel abgerollt, an einer Richtmaschine gerichtet und der Längs- und Querteilschere über einen Walzenvorschub zugeführt.
Für die Neuanschaffung sprachen viele Beweggründe, denn die vorhandene, alte Abstapelanlage konnte die gestiegenen Anforderungen des Lastkraftwagenherstellers nicht mehr erfüllen: Die Anlage entsprach nicht mehr den Sicherheitsstandards, eine unterbrechungsfreie Produktion war nicht möglich und die erforderliche Produktionsgeschwindigkeit konnte nicht erreicht werden. Außerdem waren für die technisch veraltete Anlage keine Ersatzteile mehr zu bekommen und die Abstapel- und Platinengenauigkeit entsprach nicht den heutigen Anforderungen.
Zur Platinenabführung werden über Magnetbandförderer die Platinen von der Schere ab der Übergabestelle bis zur Platinenstapelanlage transportiert. Um die gewünschten verschiedenen Platinengrößen transportieren zu können, sind jetzt die Förderer mit vier in der Breite frei positionierbaren Doppelmagnetbändern ausgestattet. Die darüber installierte motorisch verfahrbare Magnetbrücke verhindert die Beschädigung der Riemen beim Vorschub des Bandmaterials und wird je nach Bedarf, abhängig von der Platinenlänge, an Arbeits- oder Ruheposition gefahren.
Das Coilband wird zuerst an der Magnetbrücke festgehalten und vorgeschoben. Zeitgleich mit dem Schnitt wird die Platine auf die Magnetbänder abgeworfen und schließlich den Überkopfmagnetbändern zugeführt.
»1 »2 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 30899910)