17.01.12 | Redakteur: Stefanie Michel

Ab Juli 2012 müssen Unternehmen, die Stahltragwerke herstellen, zertifiziert sein. Dem geht ein aufwändiger interner Prozess mit einem anschließenden Audit einer externen Zertifizierungsstelle voraus. Doch für Besitzer eines Trans-Steel-Schweißsystems entfällt das Beantragen und Erstellen der Schweißanweisungen (WPS); sie müssen lediglich das Konformitätspaket bei Fronius ordern.
Die Normengruppe EN 1090 ersetzt in Europa die bisher gültigen Ausführungsnormen für Stahltragwerke. Dementsprechend dürfen dann Unternehmen nur noch Produkte mit einem gültigen CE-Zeichen vertreiben.
Hersteller von Metallkonstruktionen sind verpflichtet, sich zertifizieren zu lassen, um mit dem Audit die Voraussetzungen zum Erhalt der Zertifizierungsnummer zum CE-Zeichen zu erfüllen. Die Konformitätsprüfung setzt fünf Schritte voraus:
Den zeit- und kostenaufwändigen Schritt 4 hat Fronius für seine Schweißsystemfamilie Trans Steel übernommen. Der Metallbauer erspart sich so den gesamten Arbeitsvorgang.
Eine Schweißanweisung (WPS) muss Auskunft über das Schweißverfahren, den Schweißdrahtdurchmesser, den Zusatzwerkstoff, die Nahtart und die zu schweißenden Materialstärken geben. Die WPS der Trans Steel gelten für Stahlkonstruktionen der Ausführungsklasse (EXC) 1 und 2. Das spezifische MAG (Metall-Aktivgas)-Verfahren basiert auf der Kennlinie „Steel“ und gilt für die im Stahlbau üblichen Zusatz- und Hilfswerkstoffe, die in der WPS ausgeführt sind.
Das Konformitätspaket kann der Anwender zu einem Schweißsystem der Trans-Steel-Serie mitbestellen oder später bei Bedarf nachrüsten. Eine sichtbare Plakette am Schweißsystem signalisiert dann das Erfüllen der EN 1090-2 für Stahlkonstruktionen der Ausführungsklasse (EXC) 1 und 2.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 31253520)