Amada

Faserlaser oft wirtschaftlicher als ein CO2-Laser

08.02.13 | Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

CO2-Laser behält weiterhin seine Einsatzbereiche

Allerdings, so Willuhn, hat der CO2-Laser seine ganz klaren Einsatzbereiche. Und zwar dann, wenn die Blechstärke besonders groß wird. Vorteilhafter ist auch die Schnittgüte, etwa bei Edelstahl ab 6 mm Dicke, bei der es beim Faserlaser zu einem starken Anstieg der Rautiefe im Schnittbereich kommt.

Sollte es noch dicker kommen (Edelstahl bis 20 mm), so kann Amada das sogenannte Silkycut in ihren CO2-Laseranlagen einschalten: die Schnittgüte liegt dann nahe der einer mechanisch beschnittenen Schnittkante und muss in vielen Fällen nicht nachbearbeitet werden, wie Willuhn betonte.

Die weiteren Vorteile sieht der Produktmanager bei den Flachbettanlagen zur Rohrbearbeitung, in denen Rundrohre bis 220 mm Durchmesser und Kantrohre bis 150 mm Höhe und einer Länge bis 6000 mm effizient zu bearbeiten sind. Viele Profile, Verbindungs- und Winkelstücke lassen sich so recht unkompliziert herstellen.

Faserlaser oder CO2-Anlage?

Das Fazit des Laser- und Stanzspezialisten war, dass der Faserlaser in punkto Geschnwindigkeit, Energieeffizienz, bearbeitbarem Materialspektrum (Messing, Kupfer, reines Aluminium) und Wartungsfreundlichkeit neue Akzente zu setzen vermag. Bei dickeren Blechen, speziell bei Edelstahl sei jedoch weiterhin der CO2-Laser das Maß der Dinge.

Der zweite Teil der Vortragsreihe auf den Thementagen, bezog sich auf die neuesten Amada-Entwicklungen in Sachen Laserschweißen. Der Vortrag von Elmar Ebner und Aleksandar Georgiev informierte das Publikum über sogenannte Weaving-Technologie zum effizienteren, prozesssicheren Schweißen von Materialien.

Nur der Lichtstrahl kommt beim Laserschweißen ins Rotieren

Das Verfahren bringt den Laserstrahl in eine leicht kreiselnde Bewegung, wodurch der bestrahlte Bereich um die Fügenaht breiter wird, so die Erklärung der Experten. So könnten breitere Fugen, höhrere Toleranzen und Schwankungsbreiten der Fügenaht ausgeglichen werden und auch der Einsatz von Zusatzmaterial in Form von Einlegedraht gelingt prozesssicher, weil der Strahl im Verhältnis zum Draht nicht mehr deutlich dünner ist, diesen dadurch sicher trifft und in das Gefüge einschmilzt.

Der Vorteil der Amada-Idee ist, dass der Laserstrahl selbst durch eine schräg gestellte, rotiernde optische Scheibe ausgelenkt wird und nicht das ganze mechanische System in eine Kreiselbewegung werden muss – denn das sei auch eine Möglichkeit, die von einigen Anbietern verfolgt wird.

Amada plant neue Niederlassung für den Raum München

Amada bezieht, so war außerdem auf den Thementagen zu erfahren, im April die neue Niederlassung in Eching. Hier entsteht ein Technical Center zu Vorführ- und Beratungszwecken sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, um die Amada-Präsenz im europäischen Markt weiter auszubauen. Das Gesamtinvestitionsvolumen auf einer Fläche von 25.000 m² beträgt laut Angaben 16 Mio. Euro. 1070 m² Schaufläche sind geplant und es soll ein 10.000 m² umfassende Grünanlage mit über 70 Bäumen entstehen. Geothermie wird die Gebäude zum größten Teil heizen und klimatisieren. Amada sucht aktuell Vertriebsmitarbeiter, Anwendungstechniker sowie Forscher und Entwickler.

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