RSA

Sägespezialist steigert Auftragsbestand im ersten Halbjahr um 160%

29.08.2007 | Redakteur: Alexander Strutzke

Dipl.-Ing. Rainer Schmidt, Geschäftsführer der RSA Entgrat- und Trenn-Systeme GmbH & Co KG: „Dass wir über dem Branchenschnitt wachsen, liegt im Wesentlichen an unserer Produktstrategie.“

Lüdenscheid (as) – Um die angestrebte zweistellige Umsatzsteigerung zu erreichen, liegt RSA nach eigenen Angaben zur Hälfte des Geschäftsjahres 2007 auf Kurs. Der Spezialist für die Rationalisierung der Vorfertigung rund um das Sägen von Rohren, Profilen und Vollmaterial verzeichnete im Jahresverlauf eine Steigerung des Auftragsbestandes um rund 160%.

Dipl.-Ing. Rainer Schmidt, Geschäftsführer von RSA, macht dafür nach Angaben des Unternehmens nicht nur die gute Konjunktur verantwortlich: „Dass wir über dem Branchenschnitt wachsen, liegt im Wesentlichen an unserer Produktstrategie. Der Trend unserer Kunden, sich durch Spezialisierung von den wachsenden Rohrimporten aus Fernost abzugrenzen, verlangt auch nach maßgeschneiderten Fertigungskonzepten.“

Vier neue Sägekonzepte entwickelt

Seit Ende 2006 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben vier neue Sägekonzepte auf den Markt gebracht. Teilweise handelt es sich dabei um Weiterentwicklungen von bestehenden Modulen. Zu den Neuentwicklungen zählt beispielsweise eine Säge, die die speziellen Bedürfnisse im Stahlhandel und in der Vorfertigung für Schmiedeprodukte erfüllt.

Die Sägezeit für Rohre bis Wandstärke 15 mm und bis Durchmesser 170 mm sowie Vollmaterial bis Durchmesser 160 mm wird mit der Säge Rasacut XXL laut RSA um bis zu 90% im Vergleich zu modernen Bandsägen reduziert – bei deutlich besserer Qualität der Schnittfläche. Für Edelstahlverarbeiter ist die Säge Rasacut TC gedacht, die, wie es heißt, dünnwandige Rohre ab 0,4 mm Wandstärke deformationsfrei und oberflächenschonend trennen und entgraten kann.

Zwei neue Säge-Zentren für Automobilzulieferindustrie

Für die Hauptklientel aus der Automobilzulieferindustrie entwickelte RSA zwei Säge-Zentren. Zum einen für das Fertigen von Fahrzeugleitungen ab 6 mm Durchmesser, die an den Enden entgratet oder angefast und anschließend innen und außen gesäubert werden. Zum anderen für hochpräzises Trennen, Planen, Anfasen und Prüfen von Vollmaterialstäben, die zu Motorwellen weiterverarbeitet werden.

Das Marktpotenzial für diese Anlagen sieht Sägezentrenbauer RSA trotz der guten Inlandsnachfrage noch stärker im Ausland. Offensichtlich sei, dass osteuropäische Länder aufrüsten, um nicht mehr nur mit niedrigen Lohnkosten zu argumentieren, sondern auch mit überzeugender Qualität.

Keine Lieferverzögerung durch eingeplantes Wachstum

Lieferverzögerungen aufgrund der guten Auftragslage sind nach Aussage von Schmidt nicht zu befürchten: „Wir haben zwar zum Ziel, die marktüblichen Lieferzeiten noch deutlicher zu unterschreiten, als wir es ohnehin tun, aber das ist zurzeit in der Tat nicht möglich.“ RSA habe aber das Wachstum eingeplant und könne deshalb die Lieferzeiten halten, da auch die Fertigungskapazitäten und Ressourcen für den After-Sales ausgebaut wurden.

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