06.12.2007 | Redakteur: Stéphane Itasse
Köln (si) – Die deutsche Werkzeugindustrie sieht sich weiterhin auf Erfolgskurs. Wie der Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) in Köln mitteilte, stieg 2006 der Branchenumsatz um 11,9%, im ersten Halbjahr 2007 sogar um 13,4%. Als Grund für das Wachstum nannte Rainer Langelüddecke, Geschäftsführer des FWI, die große Nachfrage, aber auch die hohe Qualität „Made In Germany“.
Für 2007 prognostiziert der FWI auch ein positives Gesamtjahresergebnis. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Binnenkonjunktur nicht verlangsame und nicht starke Bewegungen auf der Rohmaterialseite eine neue Ausgangslage schafften. Auch die Verbandsmitglieder sind optimistisch: Laut der FWI-Umfrage im September 2007 rechnen 84% der Hersteller bis zum Frühjahr 2008 mit einer gleich bleibend guten Konjunktur, heißt es in der Mitteilung.
Der FWI, der alle führenden Werkzeughersteller zu seinen Mitgliedern zählt, hebt vor allem die starke Inlandsnachfrage hervor. „Obwohl seit Jahren die Exporte Motor des Branchenwachstums sind, hat die Nachfrage hierzulande in diesem und im letzten Jahr mit 16,9% bzw. 12,8% einen großen Beitrag geleistet“, sagte Langelüddecke.
Ein erkennbares Wachstum verzeichnet auch der Export. Hier wurden im ersten Halbjahr 2007 Werkzeuge im Wert von 1,6 Mrd. Euro ausgeführt, was einer Steigerung um 14,7% entspricht.
Europa ist dabei der wichtigste Absatzmarkt, berichten die deutschen Werkzeughersteller: 72% der Gesamtausfuhr gehen nach geografisch Europa. Außerhalb Europas sind die USA das wichtigste Ausfuhrland. Die Exporte dorthin sind im gleichen Zeitraum wieder um 11,2% gestiegen. Der Wert des gelieferten deutschen Werkzeuges stellt dabei einen Anteil von 8% der Gesamtausfuhr dar. Erfreulich ist auch der Exportzuwachs in asiatische Länder: 2007 blieben die Ausfuhren dorthin auf dem hohen Vorjahresniveau und haben einen Anteil von 12,7% an der Exportquote.
Parallel zum Erfolg des deutschen Werkzeuges steigt auch die Importquote, berichtet der Verband. Im ersten Halbjahr 2007 wuchs sie im Vergleich zu 2006 um 10%. Asiatische Einfuhren machen dabei mittlerweile 38% des Gesamtimports aus und erreichten einen Gegenwert von 287 Mio. Euro. Die Volksrepublik China führt hier mit einem Anteil von 20% an der Gesamteinfuhr erneut die Liste der wichtigsten Einfuhrländer an. Handwerkzeuge nehmen dabei den Löwenanteil (75%) der chinesischen Importe ein.
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