Pressen

Schuler zwischen positivem Rückblick und ungewissem Ausblick

29.01.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Jürgen Tonn, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG, ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2007/2008: „Mit der Übernahme von Müller Weingarten konnten wir die gemeinsame Marktstellung erheblich verbessern.“ Bild: Schuler

Schuler blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007/08 zurück. Alle wesentlichen operativen Kennzahlen konnten gesteigert werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt, vor allem beim Auftragseingang und Umsatz. Allerdings hat sich die schwache Konjunktur im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres schon bemerkbar gemacht. Das Unternehmen gibt deshalb keine Prognose ab.

Die vorliegenden Zahlen sind nur eingeschränkt mit den angegebenen Vorjahreszahlen vergleichbar, da Müller Weingarten im vorigen Geschäftsjahr 2006/07 in der Rechnungslegung nur mit einem Rumpfgeschäftsjahr (1. April 2007 bis 30. September 2007) vertreten war, heißt es. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergebe sich damit ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 36,7 Mio. Euro nach 45,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die Vorjahresperiode war jedoch maßgeblich durch einen einmaligen Ertrag aus der Veräußerung der Gewerbeimmobilien in Göppingen von 31,0 Mio. Euro geprägt. Bereinigt um diesen Effekt habe sich das EBIT von 14,9 Mio. Euro um 21,8 Mio. Euro auf jetzt 36,7 Mio. Euro deutlich verbessert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 10,9 Mio. Euro (Vorjahr 27,9 Mio. Euro) und das Konzernergebnis auf 8,6 Mio. Euro (Vorjahr 13,9 Mio. Euro). Der konsolidierte Umsatz erreichte laut Mitteilung im Geschäftsjahr 2007/08 966,1 Mio. Euro nach 725,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz lag bei 60,4% (Vorjahr 63,7%).

Pressen-Hersteller erhält Aufträge für mehr als 1 Mrd. Euro

Beim Auftragseingang hat Schuler nach eigenen Angaben erstmals in seiner Geschichte mit 1006,2 Mio. Euro die Milliardengrenze überschritten (Vorjahr 835,8 Mio. Euro). Der Auslandsanteil der Bestellungen lag bei 61,3% nach 63,2% im Vorjahr.

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs 2008/09 hat allerdings auch Schuler eine rückläufige Nachfrage gespürt. Der vorläufige Konzernumsatz lag bei rund 220 Mio. Euro und der Auftragseingang bei über 180 Mio. Euro, wie der Pressen-Hersteller mitteilt. Der vorläufige Auftragsbestand belief sich auf rund 700 Mio. Euro.

Finanzkrise macht Prognose unmöglich

Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird laut Mitteilung auf das Geschäftsjahr 2008/09 von Schuler starken Einfluss haben. Der Geschäftsverlauf sei heute noch nicht ausreichend prognostizierbar, da er wesentlich vom weiteren Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der Umsetzung geplanter Konjunkturprogramme bestimmt sein wird. Jürgen Tonn, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG: „Wir rechnen in diesem Umfeld mit einem rückläufigen Geschäftsvolumen und stellen uns darauf ein. Wir werden die wirtschaftliche Entwicklung in den internationalen Märkten genau verfolgen und auf weitere Veränderungen schnell reagieren.“

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