Marktübersicht Biegemaschinen

Automatisierung hält bei den Biegemaschinen Einzug

 

30.01.2009 | Autor: Walter Frick

 

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Die Bearbeitung von Blechtafeln, Zuschnitten, Rohren oder Profilen durch Biegen verlangt heute wegen der wachsenden Komplexität der Biegeteile zunehmend programmierbare Maschinen und Anlagen. Flexible Automatisierung ist deshalb auch in der Blechbearbeitung das Gebot der Stunde.


Schwenkbiegen ermöglicht präzise und wiederholgenaue Schenkelmaße. Bei diesem Biegeprozess ist die Biegequalität, unabhängig vom Bediener, immer konstant. Bild: RAS
Schwenkbiegen ermöglicht präzise und wiederholgenaue Schenkelmaße. Bei diesem Biegeprozess ist die Biegequalität, unabhängig vom Bediener, immer konstant. Bild: RAS
Grundsätzlich unterscheidet man Biegemaschinen nach den Kinematik-Kriterien: Biegen mit geradliniger Werkzeugbewegung (Gesenkbiegen, Abkanten, Rollbiegen) und Biegen mit drehender Werkzeugbewegung (Schwenkbiegen, Rundbiegen, Walzprofilieren).

Gesenkbiegepressen, auch als Abkantpressen, Abkantmaschinen oder Biegemaschinen bezeichnet, sind gekennzeichnet durch eine geradlinige Hubbewegung des Stößels. Für die rationelle Fertigung von Biegeteilen mit empfindlichen Oberflächen sowie großen Biegeradien haben sich Schwenkbiegemaschinen bewährt.

Im Gegensatz zu den Abkantpressen geschieht das Biegen hier durch eine drehende Werkzeugbewegung. Viele Blechteile werden heute in Gesenken „in einem Zug“ geformt. Zwar hat die Entwicklung des Hydroforming eine Reihe technologischer Grenzen verschoben, dennoch hat die klassische „Abkantbank“ noch lange nicht ausgedient.

Obwohl Schwenkbiegen und Gesenkbiegen zwei technologisch unterschiedliche Verfahren darstellen, findet sich eine Reihe übereinstimmender Einsatzbereiche. Besonders für die Fertigung von komplexen, flächigen Biegeteilen in Klein- und Mittelserien eignen sich oft beide Maschinengattungen. Gehäusebauteile, die aus einem vorgestanzten Blech fertiggebogen werden oder komplexe Profile mit mehrfachen Biegekanten und Hinterschnitt verlangen in der Praxis hingegen die Spezialmaschine.

Abmaße und Antriebsleistung bei Biegemaschinen entscheidend

Wesentliches Kriterium für eine Maschinenauswahl sind die maximalen geometrischen Abmaße sowie die für eine bestimmte Blechdicke erforderliche Antriebsleistung. Schwenkbiegemaschinen eignen sich besonders für das Biegen großflächiger Blechbauteile beispielsweise im Luftkanalbau sowie für Profile und Kanäle.

Gesenkbiegemaschinen bieten einen relativ großen Arbeitsraum und durch die individuell einsetzbaren Gesenke eine hohe Flexibilität für Sonderaufgaben. Wichtig ist auch die mögliche Umrüstbarkeit der Maschine für verschiedene Aufgaben sowie der Umfang an Sonderausrüstungen für bestimmte Anwendungen.

Schwenkbiegen auf dem Vormarsch

„Weltweit findet das Schwenkbiegen immer mehr Fans,“ findet jedenfalls die Sindelfinger RAS Reinhardt Maschinenbau GmbH: Beim Schwenkbiegen ist das Handhaben großer Bleche einfach, es kommt für das gesamte Teilespektrum meist mit nur einem Werkzeugsatz aus, formt die Bleche kratzfrei um und eignet sich ideal für kleine und mittlere Losgrößen.

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Redakteur/Autor: Dietmar Kuhn
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