Schmiedepressen
Schuler profitiert von Chinas Konjunkturprogramm
24.06.2009 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse
Zu der Schmiedepresse gehören ein mechanischer Stößel- und Tischauswerfer sowie ein Teileeinleger für die automatische Zufuhr der Rohlinge vom Induktionsofen in die Presse. In der Presse übernimmt ein elektronisches Transfersystem den automatischen Transport der Teile zu den einzelnen Umformstufen beziehungsweise Operationen.
System zur Werkzeugschmierung und Werkzeugkühlung in die Schmiedepresse integriert
Für die Werkzeugschmierung und Werkzeugkühlung ist ein Kühl- und Schmiersystem an der Presse integriert. Dieses wird über den Pressenstößel automatisch nach jedem Pressenhub in den Werkzeugbereich eingeschwenkt.
„Auf diese Weise können in dem Massivumformungsprozess 20 Kettenglieder pro Minute entstehen. Bisher wurde das Produkt mit einer Produktionsleistung von lediglich 8 Teilen pro Minute gefertigt“, sagt Pfeiffer.
Schmiedepresse glänzt mit geringem Energieverbrauch und einfacher Handhabung
Insgesamt hat Schuler eine Anlage entwickelt, die bei geringem Energieverbrauch und einfachem Handling durch die Bediener bei zum Beispiel halbautomatischem Werkzeugwechsel auf die Bedingungen dieses Schmiedeumfelds eingestellt ist, heißt es in der Mitteilung. Die Vorteile der Schmiedepresse kämen dabei zum Tragen, denn ihre an den Prozess angepasste Umformgeschwindigkeit erzeuge nicht nur eine hohe Werkstückqualität, sondern garantiere zudem hohe Werkzeugstandzeiten.
Auf der zweiten Anlage des Schuler-Konzerns entstehen künftig die Stützrollen, mit denen die Ketten der Baufahrzeuge geführt werden. Die Spindelpresse mit Direktantrieb und einem Spindeldurchmesser von 450 mm verfügt über eine Presskraft von maximal 3200 t. Der Direktantrieb mit einem Drehstrommotor sorgt für bis zu 16 Hübe pro Minute.
Spindelpresse mit Robotern für Zubringung und Entnahme ausgestattet
Zur Spindelpresse gehören zudem zwei Roboter für die Zubringung der Stahl-Rohlinge in die Presse und für die Entnahme der umgeformten Rollen von der Presse in die nachgegliederte Entgratpresse. Die Maschine hat den Angaben zufolge einen hydraulischen Tisch- und Stößelauswerfer, außerdem ergänzt ein Roboter mit Werkzeugkühl- und Werkzeugschmiereinrichtung die Peripherie der Spindelpresse.
Beide Pressen sind mit der MW-FCS-Steuerung (MW-Forge-Control-System) ausgestattet. Mit ihr sei es möglich, die Anlage in allen Betriebsarten wie Einrichten, Andrücken im Hand- oder Automatikmodus zu fahren. Anwender könnten zudem komplette Schlagprogramme mit Vorwahl der Anzahl der Schläge, der Energie pro Schlag und der Pausenzeiten zwischen den Schlägen hinterlegen und werkzeugabhängig speichern.
Besonders wichtig für Shandong Shantui Construction sei der Service von Schuler in China. „Unsere Mitarbeiter sorgen vor Ort für eine reibungslose Installation. Durch unsere Präsenz mit eigenen Standorten in China stellen wir darüber hinaus dauerhaft eine umfassende Beratung und Service-Betreuung des Kunden sicher“, erläutert Pfeiffer laut Mitteilung des Herstellers.
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