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Umformen

Vor der leckeren Schaumkrone auf dem Bier steht der Test der Dose

 

02.02.2010 | Autor: Barbara Hott

 

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„Um unsere Getränkedosen sowohl im Labor als auch direkt beim Kunden vor Ort zu prüfen, stehen uns verschiedene Mess- und Analysemethoden zur Verfügung. Außerdem nehmen wir Tests zur Qualitätssicherung bei laufender Produktion vor“, erklärt Klaus Markfort, Leiter der Qualitätssicherung bei Ball Packaging Europe.

Mechanische Eigenschaften von Dosen bereits in der Entwicklung gemessen

Da ist zum Beispiel der „Drop Test“, mit dem die mechanischen Eigenschaften bereits bei der Entwicklung von Dosen gemessen werden. Eine gefüllte Getränkedose wird dazu in einem vertikalen Gestänge platziert und kontrolliert aus verschiedenen Höhen fallen gelassen.

Trotz der Wucht des Aufpralls geht sie nicht kaputt: „Bei diesem Test darf die Getränkedose auf gar keinen Fall auf- oder zerplatzen“, erläutert Markfort. Und wirklich: Obwohl die Dose deutliche Beulen aufweist, verschließt sie ihren Inhalt noch immer tropfdicht.

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Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass sich unter extremen Bedingungen, wie Drücke von über 6 bar, insbesondere Deckel und Boden wölben: „Das ist unter diesen Bedingungen als Sicherheitsfunktion erwünscht“, unterstreicht Markfort. „Um bei einem Aufprall den Druck im Inneren der Dose auszugleichen, sind Getränkedosen gezielt so konstruiert, dass sie bei Drücken von über 6,2 bar nach oben und unten ausbeulen und nicht aufplatzen.“ Ein unschätzbarer Vorteil für den Verbraucher.

Lack der Getränkedosen muss Stößen standhalten

Nächste Station bei der Entwicklung einer gewichtsreduzierten oder eines neuen Dosendesigns im Technical Center ist der „Can Abuse Resistance Test” (Cart). Hier prüfen die Labormitarbeiter die Integrität des Innenlackes, das heißt, ob die Porigkeit des Lackes sich verändert hat oder Risse auftreten.

Ähnlich dem „Drop Test“ fährt auch hier das Messgerät die gefüllte Getränkedose auf eine zuvor festgelegte Höhe und lässt sie zu Boden fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals – aus unterschiedlichen Fallhöhen.

Mit diesem Test simulieren die Labormitarbeiter eine alltägliche Einkaufssituation: „Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Supermarkt vor den Getränken, greifen nach der Cola-Dose und werfen sie schwungvoll in Ihren Einkaufswagen“, schildert Markfort. „Genau diese Aktion stellen wir hier im Labor nach.“

Axialfestigkeit, Ausbeuldruck und Lack-Integrität der Dosen geprüft

In der Produktion der Dosen werden laufend die Axialfestigkeit, also die Stabilität um die Mittelachse, gemessen (in Newton), sowie der Ausbeuldruck (in Bar) und die Integrität der Innenlackierung (in mA). Dies garantiert eine stets gleichbleibende Qualität der Dosen beim Kunden.

Daneben werden im Labor des Technical Centers in speziellen Tests Detailanalysen durchgeführt: Unter dem Rasterelektronenmikroskop suchen die Spezialisten nach etwaigen Lackbeschädigungen. Selbst äußerlich nicht erkennbare Mängel können sich gelegentlich auf den Verpackungsinhalt auswirken.

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Redakteur/Autor: Annedore Munde
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