Umformen

Vor der leckeren Schaumkrone auf dem Bier steht der Test der Dose

 

02.02.2010 | Autor: Barbara Hott

 

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Der Verschließer setzt dann den Dosendeckel auf und sorgt für eine saubere Verschlussnaht. Getränke, die zu Haltbarkeitszwecken wärmebehandelt werden müssen, kommen zusätzlich in den Pasteurisator.

Abfüllen der Dosen im Labor getestet

„Diese Produktionsbedingungen, die ein nur begrenztes Abfüllvolumen ermöglichen, sind zwar nicht ganz identisch mit den Bedingungen professioneller Linien, die Abfüllgeschwindigkeiten von bis zu 120000 Dosen pro Stunde erreichen“, erläutert Jansen. „Das ist für die Übertragbarkeit der Testergebnisse aber auch nicht notwendig: Wenn Sie zum Beispiel Druckstabilitäten messen wollen und austesten, inwieweit sie an die Grenzen gehen können, dann ist die Präzision das wichtigste und nicht die Menge oder Schnelligkeit. Und Präzision können wir mit unserer Testlinie immer garantieren.“

Trotz ihrer bereits vorhandenen Vorteile in puncto Stabilität, Convenience und Recyclingfähigkeit steht die Entwicklung der Getränkedose nicht still.

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Getränkedosen werden immer dünner

Aspekte wie Nachhaltigkeit, hoher Kostendruck oder sich verändernde Produktionsprozesse fordern die Experten bei BPE täglich heraus. Beispielsweise ist die Wandstärke einiger Aluminiumdosen schon jetzt nur noch 0,097 mm „dick“, doch im Technical Center wird daran gearbeitet, diesen Wert noch weiter zu verringern. Denn das spart – hochgerechnet auf den Gesamtausstoß der Produktion – große Mengen an Material, Energie und CO2-Emissionen und kommt damit der Umwelt zugute.

Allerdings sind diesem Prozess auch Grenzen gesetzt: „Werden Alu- oder Stahldosen zu dünn, dann verlieren sie an Stabilität und büßen eine wertvolle Eigenschaft ein. Und die Qualität steht für uns immer im Vordergrund“, unterstreicht Jansen. Zudem liegt die Herausforderung auch bei den Zulieferern: Noch dünneres Stahl oder Alu zu walzen, erhöht den Ausschuss und treibt die Kosten in die Höhe.

Materialreduzierung als Balanceakt

„Die Gewichtsreduzierung der Dose ist also ein ständiger Balanceakt. Trotzdem arbeiten wir kontinuierlich daran, den Materialverbrauch weiter zu reduzieren und die Umweltfreundlichkeit der Dose weiter zu verbessern, bei gleichzeitiger Einhaltung aller hohen Standards hinsichtlich Qualität und optimaler Kostenstrukturen“, so Jansen.

Und bei der Getränkedose sind längst noch nicht alle Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft: „Digital Printing oder Wiederverschließbarkeit werden künftig für Furore sorgen“, sagt Jansen voraus. „Gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten arbeiten wir an der optimalen Getränkedose, die keine Wünsche mehr offen lässt.“

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Redakteur/Autor: Annedore Munde
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