29.04.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse
Bei den einzelnen Maschinenbau-Fachzweigen hatten die meisten im ersten Quartal einen höheren Auftragseingang als im Vorjahr, nur fünf lagen im Minus, wie VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann im Gespräch mit MM Maschinenmarkt Online berichtete. Dies seien Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Aufzüge und Fahrtreppen, Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, Power Systems sowie die Landtechnik. Doch auch hier sei zumindest die Talsohle erreicht.
„Wir kehren in der Tendenz zur Normalität zurück“, sagte Wortmann weiter. Der Indexstand bei den Auftragseingängen liege inzwischen etwa auf dem Niveau von 2004 bis 2005. Die Kapazitätsauslastung habe zum Stichtag Mitte April mit 79,5% aber noch unter dem „Normalwert“ von circa 84% gelegen.
Die aktuelle Griechenland-Krise hat nach Auffassung von Dr. Wiechers unterschiedliche Facetten für die Maschinenbauer. Der Export deutscher Maschinen nach Griechenland sei mit rund 1 Mrd. Euro im Jahr nicht besonders hoch. „Das entspricht ungefährt dem Volumen, das wir mit einem einzelnen baltischen Staat abwickeln“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt.
Wichtiger sei die Facette Griechenland-Krise und Euro: „Die Griechenland-Krise hat den Euro geschwächt, das verschafft uns Vorteile auf den Weltmärkten.“ Die Vorteile hätten aber dann ein Ende, wenn der Euro zerbricht. „Wir wollen einen stabilen Euro, keinen zu schwachen Euro“, betonte Dr. Wiechers. „Der Euro hat uns Vorteile gebracht durch den gemeinsamen Markt und durch den Wegfall von Wechselkursrisiken innerhalb des Euro-Raumes.“
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