31.05.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse
Besonders deutlich sei der Basiseffekt beispielsweise bei den Gießereimaschinen gewesen; hier habe es im April 2010 Zuwächse von mehr als 300% zum Vorjahr gegeben, wie Dr. Wiechers weiter erläuterte, allerdings auf einem katastrophalen Vorjahreswert. „Den Gießereimaschinen geht es deutlich besser, aber es geht ihnen nicht wirklich gut“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt.
Dabei gebe es noch Risiken für den Aufschwung. „Was wir im Moment sehen, sind zyklische Effekte, eine Reaktion auf den tiefen Fall, den wir im letzten Jahr gesehen haben“, kommentierte Dr. Wiechers das Ergebnis weiter. Diese zyklische Entwicklung werde aktuell sehr stark gefährdet durch strukturelle Fehlentwicklungen wie die Schuldenkrise.
Wenn die westeuropäischen Industrieländer und die USA ihre hohen Schulden abbauen, bremse das die Wachstumsdynamik und das Potenzialwachstum. „Wir leben im Moment von der Nachfrage aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. Das ist sicher gut, aber wir brauchen auch eine wachsende Nachfrage aus den klassischen Industrieländern. Das sind schließlich unsere Hauptabsatzmärkte“, erläuterte Dr. Wiechers.
Auf der anderen Seite sieht der VDMA-Chefvolkswirt durchaus Möglichkeiten für die deutschen Maschinenbauer durch den starken Trend zur Ressourceneffizienz. Die Produktionstechnik werde hier weltweit eine große Rolle spielen, dadurch könnten sich die Maschinenbauer Chancen ausrechnen. „Dieser Trend ist vielleicht kurzzeitig unterbrochen worden, aber langfristig ist er intakt“, sagte Dr. Wiechers.
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