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Maschinenbauer verbuchen 61% Auftragsplus

 

01.07.2010 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse

 

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Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann weiter steigende Bestellungen verzeichnen. Der Auftragseingang lag im Mai 2010 um 61% über dem Ergebnis des Vorjahres. Ein derartig rasanter Anstieg stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt am Main berichtet.


Maschinenbauer verbuchen 61% Auftragsplus
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau konnte im Mai 2010 rasante Zuwächse bei den Aufträgen verbuchen. Daten: VDMA
Das Inlandsgeschäft stieg um 50%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 68% im Vergleich zum Vorjahresniveau. Im Dreimonatsvergleich März bis Mai 2010 ergibt sich insgesamt ein Plus von 37% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 37% und bei den Auslandsaufträgen ebenfalls ein Plus von 37%.

Statistik-Effekt verzerrt Zuwächse im Maschinenbau

„Der Mai brachte den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern erwartungsgemäß abermals hohe Zuwächse beim Auftragseingang. Erwartungsgemäß deshalb, weil im für den Vorjahresvergleich heranzuziehenden Mai 2009 im Bestelleingang der absolute Tiefpunkt erreicht worden war“, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Gleichwohl seist das 61-prozentige Wachstum nicht allein auf diesen Basiseffekt zurückzuführen. „Die Order-Kurve des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus zeigt weiter stetig bergauf. Die Wachstumsdynamik ist nach wie vor ungebrochen“, wie Dr. Wiechers weiter erläuterte.

Maschinenbau wächst auf breiter Basis

Der Auftragszuwachs stehe zudem inzwischen auf einer sehr breiten Basis. „Es sind nicht mehr allein die Hersteller von Teilen und Komponenten, die vom Lageraufbau ihrer Kunden profitieren, wo man Angst haben muss, dass die Blase platzt, wenn die Lager aufgefüllt sind“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt. Gießereimaschinen, Kunststoff- und Gummimaschinen oder Produktronik seien im Aufschwung schon gut vorangekommen.

Hinten dran hänge nach wie vor die Landtechnik, die relativ spät in die Krise hineingekommen sei und mehr Zeit brauche, um wieder herauszukommen, sagte Dr. Wiechers. „Minusraten haben auch die Aufzüge und Fahrtreppen sowie die Hütten- und Walzwerkstechnik“, ergänzte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann auf Anfrage von MM Maschinenmarkt Online.

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