09.07.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Produktion der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern, Automation und Hilfstechnologien soll 2010 wieder wachsen und sich auf einen Wert von 4,345 Mrd. Euro belaufen. Diese Prognose, die ein Plus von 6,2% im Vergleich zu 2009 bedeutet, hat der italienische Verband Ucimu – Sistemi per Produrre veröffentlicht.
Die Trendumkehr werde hauptsächlich durch das Interesse auf den Auslandsmärkten ermöglicht. Mit einem Wachstum um 6,1% sollen sich Italiens Exporte von Werkzeugmaschinen auf 2,68 Mrd. Euro belaufen. Ebenso würden die Lieferungen der Hersteller auf dem Inlandsmarkt auf 1,665 Mrd. Euro ansteigen, was einen Zuwachs um 6,3% bedeutet.
„Trotz der allgemein günstigeren Rahmenbedingungen bleibt die Angst vor einem plötzlichen Rückfall bestehen, auch in Anbetracht des noch zögerlichen Fortgangs der Auftragseingänge”, sagt Ucimu-Präsident Giancarlo Losma. Was die Hersteller stark beunruhige, sei die Schwäche des Inlandsmarktes, auf dem sich die Nachfrage nach Produktionsgütern dank dem Effekt der Tremonti-Ter-Regelung nur leicht erholt habe.
Deswegen fordere Ucimu, die steuerliche Absetzbarkeit von in High-Tech-Maschinen reinvestierten Gewinnen zu verlängern. Insbesondere solle dieses Instrument auf Investitionen in Maschinen anwendbar bleiben, die bis Ende Oktober bestellt und bis Ende Dezember dieses Jahres ausgeliefert werden.
Düster fällt für die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation der Rückblick auf das vergangene Jahr aus: Die Produktion sank 2009 um 4,093 Mrd. Euro (–30%), der Export um 2,527 Mrd. Euro (–24,2%) und der Absatz auf dem Inlandsmarkt 1,566 Mrd. Euro (–37,6%).
In dieser Situation setzen die italienischen Maschinenbauer auf Investitionen in Produkt- und Verfahrensinnovationen und die Internationalisierung, wie Losma erläuterte. Da beides aber eine kritische Größe voraussetze, suchen die Unternehmen immer mehr nach neuen Formen der Zusammenarbeit: von der Schaffung von Firmennetzwerken, durch die auch Kosten für strategische Aufgaben eingespart werden können, über Joint-Ventures mit Partnern im Ausland bis zu Fusionen.
„Aus diesem Grunde verlangen wir von den Regierungsstellen die steuerliche Neutralisierung von Fusionen“, forderte Losma. Von größter Bedeutung sei darüber hinaus die Förderung der Entwicklung von Branchenholdings, die in der Lage sind, unter einem Dach Klein- und Mittelbetriebe zu vereinen, die dem gleichen Sektor angehören.
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