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Neues S-6-High-Verfahren steigert Produktivität bei Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni

 

11.08.2010 | Redakteur/Autor: Annedore Munde

 

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Eine Fertigung nach dem S-6-High-Verfahren, das in eine Bandstraße integriert ist, wird weltweit nur in wenigen Edelstahlwerken realisiert. Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni in Italien gehört nun dazu.


Neues S-6-High-Verfahren steigert Produktivität bei Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni
Im italienischen Terni stellen Mitarbeiter der Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni rostfreien Edelstahl her. Das neue S-6-High-Verfahren führt dabei zur Produktivitätssteigerung. Bild: Thyssen-Krupp
Nachdem die Hochlaufphase des am Jahresanfang installierten neuen Walzwerkes erfolgreich abgeschlossen ist, läuft die neue Anlage mit zwei Gerüsten seit Kurzem im Vollbetrieb. Sie steht im Einlauf der Warmband-Glüh-und-Beizlinie (LAC 10) und zeichnet sich besonders durch extrem schlanke Arbeitswalzen aus, die seitlich gestützt werden. Diese spezielle Technik erlaubt eine Kaltwalzdicken-Reduzierung des einlaufenden Schwarzbandes von bis zu 50%.

Verschiedene Bearbeitungsschritte werden gebündelt

Der besondere Vorteil dieses Verfahrens besteht in der Bündelung verschiedener Bearbeitungsschritte im Herstellungsprozess von Edelstahl und damit einer höheren Effizienz. Denn Tandem-Kaltwalzen, Warmband-Glühen und Beizen sind normalerweise voneinander getrennte Prozesse. Die Installation dieser neuen Anlage integriert diese Arbeitsschritte in die bestehende Anlage LAC 10, ein bisher notwendiges sowohl kosten- als auch zeitintensives Zwischenglühen kann somit entfallen. Dies ermöglicht der Thyssen-Krupp Acciai Speciali Terni nicht nur eine erhebliche Verdichtung des Produktionsprozesses und damit eine höhere Effizienz.

Darüber hinaus kann das Unternehmen nun auch ein Produkt auf den Markt bringen, welches sowohl mit seiner Mikrostruktur, seinen mechanischen Eigenschaften sowie den geometrischen Toleranzen einem Standard-Kaltband weitestgehend entspricht. Dieses neue Produkt in der 2E-Ausführung (kaltgewalzt, geglüht, gestrahlt, gebeizt und streckgerichtet) stellt für einige Anwendungen eine interessante kostengünstige Alternative zur konventionellen 2D/2B Ausführung (kaltgewalzt, geglüht, gebeizt/ dressiert) dar.

Prozesskette für Kaltband ist durch kombiniertes Walzen und Glühen verkürzt

Weitere Vorteile: Die verfügbaren Warmbandabmessungen können erweitert und die Prozesskette für Kaltband kann durch kombiniertes Walzen und Glühen von Warmband erheblich verkürzt werden. Die Reduzierung der Warmbanddicke ermöglicht zudem dem Warmwalzwerk eine größere Flexibilität, was eine nennenswerte Steigerung der Produktivität zur Folge hat. Weiter ist das neue S-6-High-Verfahren in der Lage, kaltgewalzte und geglühte Coils (2D-Ausführung) durch einen doppelten Durchlauf direkt auf der LAC 10 zu produzieren. Diese Qualität kann bei einigen Anwendungen als kostengünstigerer Ersatz für herkömmliches Stahlband eingesetzt werden.

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