26.01.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Schuler AG, Göppingen, strebt bis zum Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro an. Dazu hat der Pressenhersteller nach eigenen Angaben vom Mittwoch ein Programm für langfristig profitables Wachstum aufgelegt. Die am gleichen Tag veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2009/2010 zeigen die Rückkehr zum Wachstum.
Der Auftragseingang ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 38,6% auf 818,4 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr 590,5 Mio. Euro). Insbesondere im Schlussquartal, in dem Bestellungen in Höhe von 327,0 Mio. Euro eingingen, zeigte sich dieser Trend sehr deutlich.
Der Konzernumsatz lag mit 650,3 Mio. Euro um 21% unter dem Vorjahreswert von 823,1 Mio. Euro. Der Anteil des Auslandsumsatzes im Geschäftsjahr 2009/10 stieg auf 65,5% (Vorjahr 60,7%).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) bei 17,1 Mio. Euro (Vorjahr –43,9 Mio. Euro). Die operative Marge betrug bei einem EBITDA von 30,0 Mio. Euro (Vorjahr –2,9 Mio. Euro) 4,6%. Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis von –11,8 Mio. Euro nach –64,9 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Auftragseingang im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010/11 betrug rund 500 Mio. Euro und lag damit rund 330% über dem Vorjahreswert von 151,7 Mio. Euro. Der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte um zirka 12% auf rund 170 Mio. Euro (Vorjahr 146,8 Mio. Euro) gesteigert werden.
Im Zuge des Wachstumsprogramms soll die Profitabilität bis zum Geschäftsjahr 2013/2014 auf eine operative Marge (EBITDA-Marge) von rund 10% erhöht werden. Das Wachstum der Schuler AG soll dabei hauptsächlich organisch erfolgen.
Im Zuge des Programms wird Schuler nach eigenen Angaben seine Organisationsstruktur anpassen und die größten Konzerngesellschaften, die Schuler Pressen GmbH & Co. KG (Göppingen) und die Müller Weingarten AG (Weingarten, Erfurt, Remscheid), zusammenführen. Dies werde technisch durch eine Verschmelzung der beiden Unternehmen unter dem Dach der Schuler AG erfolgen.
Darüber hinaus soll die Struktur des verschmolzenen Unternehmens, der neuen „Schuler Pressen GmbH“, an zehn strategischen Marktsegmenten und fünf definierten Technologiefeldern ausgerichtet werden. In der Beschaffung und in den kaufmännischen Bereichen würden historisch bedingte Doppelstrukturen in der Führung aufgelöst und zukünftig einheitlich geführt.
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