Rohrbiegen

Fertigungszellen unterstützen eine effiziente Rohrbearbeitung

31.01.12 | Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Der Dorn selbst, sowie das gesamte System, ist servomotorisch ausgestattet und erlaubt es somit dem Anwender, alle notwendigen Bewegungen in X-, Y- und Z-Richtung mitzufahren. Das Biegewerkzeug ist zusätzlich mit einem integrierten Stanzwerkzeug ausgerüstet, wodurch eine nachträgliche Bearbeitung der Rohre an einer separaten Station entfällt. Durch die flexiblen Positioniermöglichkeiten des Roboters können die Stanzungen prozessintegriert an so gut wie allen Rohrpositionen erfolgen.

Roboter wird fester Bestandteil der Rohrbiegemaschine

Der Roboter stellt bei diesen Anlagen mehr als nur das reine Handling dar: Er agiert als fester Bestandteil der Biegemaschine und ersetzt hierbei alle Achsen einer herkömmlichen Biegemaschine bis auf die Biegeeinheit. Durch ein ausgeklügeltes Softwarepaket wird der Roboter wie eine Standardbiegemaschine programmiert, wobei alle Freiheiten der Roboterprogrammierung erhalten bleiben.

Somit ist keine große Umstellung für das Bedienpersonal notwendig. Der Einrichter arbeitet mit einer für ihn alltäglich bekannten, auf Windows basierenden Oberfläche, wobei die Anlage selbst über eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) betrieben wird.

Fertigungssystem zum Rohrbiegen kann bis zu sechs Arbeitsstationen enthalten

Der Twister kann mit bis zu sechs Arbeitsstationen ausgerüstet werden, welche sowohl Biegeköpfe wie auch anderweitige Stationen wie Umform-, Walzmaschinen oder auch firmenfremde Maschinen sein können. Biegetechnisch deckt die Firma Rosenberger das Rohrspektrum von 2 bis 50 mm Rohrdurchmesser ab, unter Verwendung von bis zu neun Biegeebenen pro Biegekopf.

Er kann mit keiner konventionellen Biegemaschine verglichen werden, da er nicht mehr an die sukzessive Abarbeitung der Rohrbogen gebunden ist, wie es bei herkömmlichen Maschinen der Fall ist, denn diese können die Bogen nur in der Reihenfolge formen, die der Vortriebsrichtung des Rohres entspricht. Hier entscheidet der Anwender über die Reihenfolge der Bogen.

Anbauteile lassen sich im geraden Rohrzustand leicht montieren

Im Vergleich mit einer gängigen Biegemaschine kann der Twister das Bauteil loslassen und an einer anderen, beliebigen Position erneut greifen. Anbauteile wie Flansche, Nippel, Ventile, sogar flexible Schlauchelemente können nun in geradem Rohrzustand montiert werden. Der Twister übernimmt das Biegen der fertig montierten Leitungen und ermöglicht somit einen reibungslosen Produktionsablauf im Gesamtprozess mit dem Wegfall vieler bisher notwendigen Zwischenlagerungen der Halbfertigteile.

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