Neff Maschinenbau
Kosten-Nutzen-Projektierung erfolgreich für den Stanz- und Umformbetrieb angewandt
12.03.2007 | Redakteur/Autor: Annedore Munde
Karlsruhe (am) – Der immer stärker werdende Zwang zur Kostensenkung führt bei den Unternehmen zu reduzierten Investitionsbudgets. Gleich-zeitig müssen neue Produktionsanlagen für die Blechverarbeitung eine sehr hoheProduktivität und sehr flexible Funktionalität aufweisen, um den häufig wechselnden Anforderungen gerecht zu werden. Dass diese gegensätzlichen Forderungen vereinbar sind, verdeutlicht die Walther Neff Maschinenbau GmbH aus Karlruhe.
Produktionsanlagen für den Stanz- und Umformbetrieb wurden aufgrund der Qualitätsanforderungen mit einem großen Führungsverhältnis für den Stößel realisiert, neben der Anforderung einer flurebenen Aufstellung und trotz Einsatz eines Ziehkissens für die Umformarbeiten bei gleichzeitiger Anforderung auf eine niedrige Bauhöhe.
Für die Schneid- und Stanzarbeiten ist eine 4-Punkt-Schnittschlagdämpfung so in die Presse integriert worden, dass die nutzbare Tischfläche nicht reduziert werden musste. Das hohe Stößelführungsverhältnis in Verbindung mit einem hochwertigen Führungssystem, die große Steifigkeit des Pressenrahmens sowie eine eingesetzte ergänzende Tischmittenabstützung hat dazu beigetragen, dass die Werkzeugstandzeiten erheblich erhöht werden konnten bei gleichzeitiger Verbesserung der Teilequalität.
Geeignet für kleine Produktionsflächen und niedrige Hallen
Die Materialzuführung erfolgt über eine Bandzuführung in Kurzbauweise für die Teileproduktion. Durch die sehr kompakte und solide Pressentechnik in Verbindung mit der Kompaktbauweise der Bandanlage konnte eine Produktionsanlage höchster Effizienz für eine kleine Produktionsfläche und eine niedrige Produktionshallenhöhe erreicht werden.
Als zweites Beispiel kann eine Produktionsanlage genannt werden, die ausgerüstet ist mit einer Tiefziehpresse mit 4-Punkt-Schnittschlagdämpfung für den Einsatz von außermittigen Belastungen. Für den Materialfluss ist für die Coilzuführung eine Bandanlage entgegen der Bedienseite der Presse und, für den Transport durch die Presse, eine flexible Feederautomation eingesetzt.
Diese Anlage ist aufgrund der Anordnung der Automation für die Rüstzeiten eines Werkzeugwechsels minimiert bei gleichzeitigem geringem Investitionsaufwand für geringe Rüstzeiten und bietet somit gerade für kleinere Losgrößen erhebliche Vorteile. Auch hier entsteht eine Produktionsanlage, die flexibel bei kleinstmöglicher Produktionsfläche arbeiten wird.
Die Walter Neff GmbH mit Sitz in Karlsruhe besteht seit 1948 und hat mehr als 6000 Pressen von 25 bis 25000 kN in vielen Ländern der Welt erfolgreich im Einsatz. Das Produktspektrum umfasst ölhydraulische Pressen für die Blech- und Massivumformung, das Pulsierende Blechhalter-Verfahren, die Kunststoffum-formung sowie überwachte und dokumentierte Montageprozesse auch im Bereich der Warmumformung. Neben der Entwicklung und Konstruktion sowie der servicetechnischen Betreuung von neuen Maschinen und Anlagen, bietet das Karlsruher Unternehmen auch Dienstleistungen wie UVV-Überprüfungen, vorbeugende Wartung, Montage- und Reparatureinsätze sowie Modernisierungen und Umbauten aller hydraulischen Pressen an.
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