Steuerungen
Asiatische Märkte sind Wachstumsmotor für Maschinen-Steuerungen
17.07.2007 | Redakteur/Autor: Reinhold Schäfer
Asien, insbesondere China und Indien, bieten vielerlei Exportmöglichkeiten für deutsche Maschinenbauer. Wir sprachen mit Dr. Olaf Rathjen, Geschäftsgebietsleiter Motion Control Systems im Siemens-Bereich Automation and Drives (A&D), Nürnberg. über den Markt für Steuerungen im asiatischen Raum.
MM: Der chinesische Markt ist mittlerweile der größte Absatzmarkt für Werkzeugmaschinen. Wie sehen Sie dort die weitere Entwicklung als Absatzmarkt für Ihre Steuerungen?
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Diese Steuerung wurde genau für diesen Markt entwickelt. Weil wir dort produzieren, können wir natürlich auch die lokale Entwicklungen dort berücksichtigen.
MM: Wie lange ist Siemens in China schon aktiv?
Rathjen: Siemens investiert seit 15 Jahren in China. Insgesamt haben wir dort 64 Niederlassungen. Der größte Standort ist in Shanghai, ein weiterer großer ist in Peking. In Shanghai baut Siemens zur Zeit ein neues Gebäude, in dem weitere Mitarbeiter von Siemens A&D Platz finden werden. Dies soll den Service bei den Kunden weiter verbessern. Ingesamt haben wir in China rund 16000 Mitarbeiter.
MM: Der japanische Markt ist, was die Werkzeugmaschinensteuerungen betrifft, fast ausschließlich in japanischer Hand. Was brachte das im Jahr 2000 begonnene Joint Venture mit Yaskawa ?
Rathjen: Wir stehen auf dem japanischen Markt nicht am Anfang. Mit dem Joint Venture mit Yaskawa wollen wir versuchen auf dem japanischen Markt Vertrauen zu finden. Yaskawa liefert Umrichter und Motoren und wir die dazu passenden Steuerungen. Wir sehen diese Aktivitäten eher langfristig.
MM: Inwiefern konnten Sie durch diese Verbindung ihren Umsatz in Japan steigern?
Rathjen: Für den japanischen Markt ist nach unserer Erfahrung der Weg über Joint Ventures ein zentraler Erfolgsfaktor. Unsere Erwartungen, die sich an diesen Weg geknüpft hatten, haben sich in vollem Umfang erfüllt. Solche Wege lassen sich aber jeweils nur mit einem genauen Ziel und langem Atem verfolgen.
MM: Wie schätzen Sie den indischen Markt für Werkzeugmaschinensteuerungen ein?
Rathjen: Indien hat sich als sogenannter Verbrauchsmarkt für Werkzeugmaschinen sehr gut entwickelt. Und dementsprechend auch als indirekter Exportmarkt für unsere Sinumerik-Steuerungen. Aber auch als Herstellermarkt hat sich Indien gut positioniert und wir konnten uns gegenüber dem Wettbewerb eine starke Position erarbeiten.
Ein Indiz dafür ist die zurückliegende erste internationale Werkzeugmaschinenmesse in Bangalore. Wir hatten dort mit unserer Sinumerik den größten Anteil an den ausgestellten Maschinen.
MM: Welche Aktivitäten planen Sie dort?
Rathjen: Eine unserer Stärken ist unsere große Vertriebs- und Servicemannschaft, die wir bereits vor Ort haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochmotiviert. Mit dieser Mannschaft werden wir unseren Service vor allem für die Importmaschinen weiter ausbauen.
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