Home > Zerspanung Registrierung  | Mein blechnet

Siemens A&D

Integrierte Bahninterpolation für Handlingmodule in Verpackungsmaschinen

 

13.08.2007 | Redakteur/Autor: Alexander Strutzke

 

Die im Motion-Control-System Simotion integrierte Interpolation für Handlingprozesse zeigt Siemens A&D auf der Messe Fachpack 2007. Die Bahninterpolation soll die Systembelastung entscheidend reduzieren und dadurch die Leistungsfähigkeit einer Maschine erhöhen. Für alle Maschinenfunktionen wird nur eine Steuerung benötigt, heißt es. Zusammen mit der Softwarebibliothek Simotion Top Loading wird damit der Engineeringaufwand laut Siemens optimiert.


Die im Motion-Control-System Simotion integrierte Interpolation für Handlingprozesse soll die Systembelastung reduzieren und die Leistungsfähigkeit einer Maschine erhöhen.
Die im Motion-Control-System Simotion integrierte Interpolation für Handlingprozesse soll die Systembelastung reduzieren und die Leistungsfähigkeit einer Maschine erhöhen.
Handlingmodule werden nach Herstellerangaben immer häufiger in moderne Produktions- und Verpackungsmaschinen integriert. Bislang wurden die im Handlingsystem erforderlichen Bahnbewegungen meist rechenaufwändig über Kurvenscheiben im Motion-Control-System realisiert. Das führt vor allem bei Maschinen mit hohem Automatisierungsgrad und kurzen Taktzeiten zu einer Beschränkung der Produktivität. Mit der Bahninterpolation ist eine in Simotion integrierte Softwarelösung entstanden, die die zyklische Berechnung von Kurvenscheiben überflüssig machen und die Leistungsfähigkeit von Maschinen steigern soll.

Verschiedene Interpolationen systemseitig unterstützt

Die Bahninterpolation unterstützt laut Siemens systemseitig die Linear-, Kreis- und Polynom-Interpolation in einer Hauptebene (2D) und im Raum (3D). Die Bahnbewegung wird von der Steuerung Simotion direkt ausgeführt und überwacht. Das reduziert die Systembelastung und ermöglicht bei Delta-2- und Delta-3-Kinematiken Taktzahlen von über 180 Picks pro Minute, heißt es.

Darüber hinaus können nach Herstellerangaben die wichtigsten Standardkinematiken von kartesischen Portalen über Scara-Roboter, Rollen-Picker bis hin zu Gelenkarm-Robotern umgesetzt werden. Aus Softwaresicht ist bei Simotion die Bahndefinition damit laut Siemens unabhängig von der Auswahl und Parametrierung der Kinematik. Bei Nach- oder Umrüsten einer Maschine soll nur die Aktualisierung der kinematikbezogenen Parameter nötig sein.

Bildergalerie Klicken Sie auf ein Bild um die Bildergalerie zu öffnen (1 Bilder)

Mehrere Handlingmodule mit einer CPU

Werden derart extreme Taktraten nicht benötigt, soll die freiwerdende CPU-Leistung für andere Funktionen zur Verfügung stehen. Das kann in einigen Fällen zur Automatisierung mehrerer Handlingmodule mit einer CPU reichen. Durch den objektorientierten Ansatz sollen parallele Instanzen der Bahninterpolation simultan genutzt und mehrere Handlinggeräte gleichzeitig gesteuert werden können.

Die Softwarebibliothek erlaubt laut Siemens die Programmierung und Projektierung von Top-Loading-Zellen mit unterschiedlicher Kinematik in Verbindung mit anderen Softwaremodulen auf einer oder mehreren Steuerungen. Damit soll die Synchronisation mit proprietären Steuerungsarchitekturen oder die Einarbeitung in spezielle Programmiersprachen für Robotersteuerungen entfallen. Alle Funktionen, die nach IEC 61131 programmiert sind, werden unterstützt, heißt es. Echtzeitsynchronisierung und durchgängige Datenhaltung sollen ohne Einschränkungen möglich sein.

Themenverwandte Beiträge
Bosch Rexroth: Indra-Motion jetzt mit Robotersteuerung
Das Steuerungssystem Indra-Motion MLC vereint jetzt neben Motion- und Logic-Control auch Robot-Control. Zusätzlich zur bisherigen 32-Achs-Lösung wird eine leistungsstärkere Gerätevariante für 64 Achsen und Anwendungen mit hohen Anforderungen an Motion Control zur Verfügung gestellt. weiter
Epson : Scara-Roboter deckt zylindrischen Arbeitsraum ab
Epson : Scara-Roboter deckt zylindrischen Arbeitsraum ab
Man erkennt sie erst auf den zweiten Blick, die besondere Kinematik des Scara-Roboters RS Spider von Epson. Doch dann fragt man sich unwillkürlich: Warum ist darauf noch niemand gekommen? weiter
SPS: Einfache Roboterfunktionen auf einer Plattform mit der Maschinensteuerung
SPS: Einfache Roboterfunktionen auf einer Plattform mit der Maschinensteuerung
Einfache Roboterlösungen werden zunehmend auch für den Maschinenbau interessant. Dies gilt insbesondere für komplexe Verpackungsaufgaben, bei denen auch das Palettieren und Sortieren oder das Positionieren von Produkten gefragt ist. Bisher waren Roboter- und Maschinensteuerung nur getrennt möglich. Eine Vereinigung der Funktionen auf einer Steuerungsplattform spart Programmieraufwand und Kosten. weiter
Kommentare zu diesem Artikel
Kommentar verfassen
Kommentar verfassen
Bitte loggen Sie sich ein, wenn Sie einen Kommentar schreiben wollen.
zum Login

Firma zum Artikel
Firmen in diesem Themenumfeld
Whitepaper und Webcasts zum Thema
Whitepaper
Software effizient nutzen mit OOP
Objektorientierte Programmierung (OOP) im Automation Studio.
Whitepaper
openSAFETY: Was bringt’s?
Im jungen Bereich der Sicherheitsdatenübertragung über Netzwerke erfüllt openSAFETY den lang gehegten Wunsch nach Einheitlichkeit und Interoperabilität über alle Systeme.
Whitepaper
Erfolgsfaktor skalierbare Hardware
Kostenvorteile für Maschinen- und Anlagenbauer können nur durch skalierbare Hardware und in Kombination mit einem integrierten Softwarewerkzeug generiert werden.
Whitepaper
Effizienz aus allen Blickwinkeln
Energieeffizienz in der Antriebstechnik.
Bildergalerien
ARTIKEL BEWERTUNG
Newsletter
Geschäftsdrucksachen