Zerspanungswerkzeuge

Werkzeughersteller Sandvik sieht Potenzial bei Dienstleistungen

19.09.2007 | Redakteur: Rüdiger Kroh

Keine Eiszeit bei Sandvik Coromant (v.l.n.r.): Marketing-Manager Kenneth Sundberg, Verkaufsleiter Ulrich Vennemann und Geschäftsführer Robert Hartinger sind in bester Stimmung. Bild: Kroh

Robert Hartinger, Geschäftsführer von Sandvik Coromant, und Kenneth Sundberg, Manager Marketing und Geschäftsentwicklung, erläuterten im Gespräch mit MM Maschinenmarkt die Ziele des schwedischen Werkzeugherstellers.

MM: Werkzeuge stehen bei Ihnen nicht im Mittelpunkt, sondern das Gesamtkonzept. Was kann man sich darunter vorstellen?

Hartinger: Wir haben vor etwa drei Jahren sehr klar unser Productivity Improvement Program, kurz P.I.P., begonnen, das heißt, wir gehen eine Aufgabenstellung mit dem Kunden an, entwickeln ein Konzept, welches dann für beide Seiten ein Commitment beinhaltet.

MM: Welchen Anteil an Ihrem Umsatz machen solche Dienstleistungen jetzt aus, wenn sie nicht produktbezogen sind?

Hartinger: Das ist schwierig zu erfassen, weil entweder ein höherer Umsatz generiert wird oder eben eine konkrete Dienstleistung bezahlt wird. Nachdem wir vor drei Jahren diesen Prozess begonnen haben, stehen wir natürlich erst am Anfang dieser Entwicklung, aber wir sind überzeugt, dass hier in Zukunft ein großes Wachstums-potenzial vorhanden ist.

MM: Was ist Ihr Umsatzziel?

Hartinger: Ich denke, dass man innerhalb von drei bis fünf Jahren 20 bis 30% realisieren kann.

MM: Wie schätzen Sie Ihren Marktanteil in Deutschland generell ein?

Hartinger: Wie schon bekannt, ist Sandvik Coromant weltweit führend auf dem Gebiet der Zerspanung und Deutschland ist der größte Markt, wo wir sicher auch, gleichauf mit einem Mitbewerber, die erste Position belegen.

MM: Wie sieht Ihr Ziel aus?

Hartinger: Wir haben die Zielsetzung, die Marktführerschaft zu übernehmen und dies kurzfristig.

MM: Herr Sundberg, mit Ihrem Projekt HIT, Half in three, wollen Sie die Einführungszeit neuer Produkte um 50% verkürzen. Werden neue Werkzeuge immer schneller auf den Markt kommen?

Sundberg: Ganz bestimmt. Die Kunden stehen unter einem immensen Konkurrenzdruck und benötigen ständig neue Lösungen. Ich stelle mir bei Werkzeugen einen Produktzyklus von 3 bis 5 Jahren vor. Wir müssen immer am Ball bleiben, um unsere Marktposition zu halten und weiter zu entwickeln.

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