MAG Industrial Automation Systems

Werkzeugmaschinenbauer setzt auf starkes Wachstum in Osteuropa

23.01.2008 | Redakteur: Frank Fladerer

Markus Grob, neuer Präsident von MAG Europe, sieht im Wachstum in Osteuropa eine Schlüsselrolle für das Gesamtwachstum von MAG Europe in den kommenden Jahren. Bild: Frank Fladerer

Göppingen (ff) – Die MAG-Gruppe plant für das Jahr 2008 mit einem Umsatzplus von 7%. Das erklärte der Vizepräsident von MAG Europe, Heinz Verfürth, am letzten Dienstag anlässlich einer Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Führungsteams. Mit diesem Ziel rückt die Grenze von 1 Mrd. Euro weltweitem Umsatz (2007: 923,8 Mio. Euro) in greifbare Nähe.

Allerdings strebe das Unternehmen nicht nach der Umsatz-, sondern nach der Technologieführerschaft in Verbindung mit einer hohen Rentabilität. Erreicht werden soll das Wachstum unter anderem durch verstärkte Aktivitäten in Osteuropa.

„Erste Schritte sind bereits getan“, erklärte Präsident Markus Grob. Beispiele dafür seien das kürzlich von ThyssenKrupp Technologies übernommene Werk im ungarischen Kecskemét und die neu eröffnete Vertriebsniederlassung in Russland. Hier sei der Erneuerungsbedarf in den Maschinenparks der Unternehmen sehr hoch, weshalb außerordentliche Wachstumschancen gegeben seien.

Großes Potenzial verspricht sich Grob auch vom Ausbau des Service- und des Luftfahrtgeschäfts sowie einer Verknüpfung zwischen den amerikanischen und den europäischen MAG-Töchtern.

Die Maschinen aus den USA und Europa sollen vor diesem Hintergrund verstärkt atlantikübergreifend vertrieben werden.

Werkzeugmaschinen für Faserverbundwerkstoffe

Darüber hinaus plant das Unternehmen die Einführung von Werkzeugmaschinen für Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen auf dem europäischen Markt. Bislang ist dies eine Domäne von MAG Cincinnati (USA).

MAG-Entwicklungschef Dr. Wolfgang Horn, geht davon aus, dass die stärkere Verbreitung der so genannten Composite-Werkstoffe zur Entwicklung von kompletten neuen Werkzeugmaschinen-Familien führen wird, die in ihrer Bandbreite der heutigen Maschinenpalette für metallische Werkstoffe ähnelt.

Für die nächsten zwei Jahre ist die Einführung von etwa 40 neuen Maschinen geplant. Dies soll durch eine Standardisierung der Maschinenkomponenten begleitet werden.

„Dieses Thema wird in den kommenden Jahren eine entscheidende Bedeutung bekommen, da die Anwender mit immer kleineren Serien zu tun haben und so flexible und rekonfigurierbare Maschinen brauchen, die nicht nur einzelne Arbeitsgänge beherrschen“, sagt Dr. Horn.

Werkzeugmaschinenbauer agiert mit drei Regionalgesellschaften

Im Rahmen der Strukturierung des vor rund zweieinhalb Jahren gegründeten MAG-Konzerns sind drei regionale Gesellschaften gegründet worden: MAG Asia/Pacific, MAG Americas und MAG Europe, die eigenständig agieren sollen. Mit dieser Ausrichtung hängt nach Aussage des neuen Führungsteams das Ausscheiden des bisherigen Präsidenten Dr. Robert Wassmer zusammen, vom dem man sich im einvernehmlich getrennt habe.

Dr. Wassmer habe wichtige Arbeit bei der Zusammenführung des Konzerns geleistet, hätte aber in der neuen dezentralen Struktur geringere Einflussmöglichkeiten als zuvor gehabt. Andererseits biete diese Struktur die Möglichkeit, Kunden regional in ihrer Heimatsprache auch bei globalen Geschäften betreuen zu können.

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