Werkzeugmaschinen

Prüfwerkstück liefert objektives Maß für Qualität von Fünf-Achs-Fräsmaschinen

10.09.2008 | Autor / Redakteur: Karsten Schwarz und Hans Vogler / Frank Fladerer

Eine Maschine, die für den statischen Fünfachs-Betrieb gebaut wurde, kann normalerweise nicht ohne Optimierungen für die Fünfachs-Simultanbearbeitung verwendet werden. Die meisten Prüfelemente werden, soweit sinnvoll, zur Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Fehlerursachen doppelt und mit unterschiedlichen Vorschüben von 1000 und 10000 mm/min ausgeführt. Dadurch lässt sich erkennen, ob es sich um eine Geometrie- oder Dynamik-Fehlerursache handelt.

Auch bei einfachem 3D-Fräsen konnten mehrere Werkzeugmaschinen Anforderungen wie die 45°-Bewegung der drei Linearachsen nicht ausreichend bewältigen (Bilder 4 und 5). Bild 5 zeigt, dass die mittlere Fräsbahn den nichtlinearen Kv-Faktor einer der beteiligten Achsen erkennen lässt. Bild 4 zeigt die Schwingungen einer der beteiligten Linearachsen auf den beiden äußeren Fräsbahnen.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass ganz wenige Maschinen beim ersten Test wirklich perfekt gearbeitet haben. Diese Probleme waren nicht abhängig von dem verwendeten CNC-Fabrikat oder -Typ, sondern hatten durchweg ihre Ursachen in mechatronischen Fehlkonstruktionen und Einstellungen. Durch die Tests konnte die Qualität der späteren Werkstücke entscheidend verbessert werden.

Dipl.-Ing. Karsten Schwarz ist Leiter Sinumerik bei der Siemens AG in 91050 Erlangen; Hans Vogler ist Inhaber der Vogler CNC-Beratung in 70825 Korntal-Münchingen.

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