Spanntechnik

Werkzeuge beim Schleifen hochpräzise spannen

23.02.2010 | Autor / Redakteur: Dieter Gielen / Bernhard Kuttkat

Eine dreifache Prismenspannung sorgt dafür, dass das Spannfutter sämtliche Schaftdurchmesser zwischen 5 und 20 mm hochpräzise und sicher spannt. Jede der fünf Spannbacken wird dabei von einem erodierten Doppelprisma sehr genau geführt. Bild: Schunk

Ein neues Spannfutter mit dreifacher Prismenführung und ineinander verzahnten Spannbacken sorgt beim Schleifen und Nachschärfen von Werkzeugen für hohen Rundlauf und eine hohe Wiederholgenauigkeit. Außerdem wird Taumelschlag verhindert.

Beim Schärfen von Vollhartmetall-Werkzeugen hängt viel vom Spannmittel ab. Zum einen sollte es möglichst variabel sein, um möglichst viele Schaftdurchmesser abzudecken. Zum anderen sollte es die Werkzeuge so präzise wie möglich spannen, weil nur so exakte Schneidengeometrien und -oberflächen zu erzielen sind.

Spannfutter gemeinsam mit dem entwickelt

Gemeinsam mit der Sonderwerkzeugschleiferei Stefan Rothenaicher in Erkheim hat der Spann- und Greiftechnikspezialist Schunk nun ein Spannfutter entwickelt, das genau diese Aspekte vereint. Eine dreifache Prismenführung sowie ineinander verzahnte Spannbacken sorgen bei Prismo-Spannfuttern für eine hohe Wiederholgenauigkeit und verhindern Taumelschlag (Bilder 1 und 2). Ideale Voraussetzungen also für die automatisierte Fertigung kleiner Losgrößen.

Stefan Rothenaicher ist ein Vollblutwerkzeugschleifer. Mit seinem Hightech-Schleifbetrieb in Erkheim hat er sich auf komplexe Sonderwerkzeuge aus Vollhartmetall spezialisiert und dabei seit der Unternehmensgründung im Jahr 1989 jede Menge Erfahrung beim Schleifen und Nachschärfen gesammelt. Eine ganze Reihe von Zulieferbetrieben aus der Automobilindustrie nutzt das Know-how von Rothenaicher.

Neues Werkzeugschärffutter eliminiert die Schwächen vorhandener Futter

Nach eigenen Zeichnungen und Angaben lassen sie in dem vollklimatisierten Schleifbetrieb Form-, Profil- und Stufenwerkzeuge aus Vollhartmetall fertigen. Mit sicherem Gespür für das Wirkungsvolle sucht Stefan Rothenaicher dabei unablässig nach Optimierungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit Schunk ist auf diese Weise ein komplett neuartiges Werkzeugschärffutter entstanden. Es eliminiert die Schwächen vorhandener Systeme und bietet sämtliche Voraussetzungen fürs hochpräzise und zugleich wirtschaftliche Werkzeugschleifen.

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