Spannmittel
Reine Mechanik allein genügt bei Spannmitteln künftig nicht mehr
19.05.2010 | Autor: Bernhard Kuttkat
Spannmittel sollen flexibel, prozesssicher und einfach bedienbar sein, sollen keine Deformationen in das Werkstück einbringen und sich dem Trend zur Energieeffizienz nicht verschließen. Reine Mechanik stößt dabei an Grenzen. Die Zukunft gehört deshalb mechatronischen Spannmitteln.
Spannmittel für Einzelfertigung und Automation
Volker Göbel, Geschäftsführer der Andreas Maier GmbH & Co. KG in Fellbach, fällt die Antwort leicht: „Am Produktionsstandort Deutschland sind zwei Trends zu spüren, der eine ist die Stärkung der Fertigung bei kleinen Losgrößen, der andere die Automatisierung von Fertigungseinheiten für große Losgrößen.“ Beide Trends müssen von der Spanntechnik unterstützt werden, weil die Rüstzeiten einen erheblichen Anteil des Auftragsdurchlaufes darstellen.
„Die Kunst eines Spannmittelherstellers ist es also,“ formuliert Göbel. „die richtigen Spannmittel im Portfolio zu haben oder zu entwickeln, die sowohl in der Automation als auch in der Einzelfertigung eingesetzt werden können.“
Spannmittel müssen höchste Effizienz bei der Bearbeitung zulassen
Keine Frage, Spannsysteme müssen höchste Effizienz in der Werkstückbearbeitung zulassen. Nach Auffassung von Peter Sterman, Geschäftsführer der Sterman Technische Systeme GmbH in Sankt Georgen, bedeutet das:
die Spannkräfte nur in der real benötigten Höhe wählen,
keine Deformation durch die Spannkräfte in das Werkstück einbringen,
die Spannkräfte an der richtigen Stelle ansetzen,
größtmögliche Drehzahlen zulassen,
Leichtbau in der Spanntechnik einsetzen,
Abdichtung gegen Späne und Emulsion, Zentralschmierung oder Lebensdauerschmierung integrieren,
Spülung durch das Spannsystem vorsehen sowie
die richtige Werkstücklage im Spannsystem abfragen.
„Ganz besonders wichtig ist es“, betont Sterman, „festzulegen, wo das Werkstück am besten gespannt wird; dazu kann es ratsam sein, Spannebenen bereits in die Werkstückentwicklung aufzunehmen.“






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