07.12.10 | Autor / Redakteur: Arno Wörn / Rüdiger Kroh
Nach der Trennung übernehmen radial angeordnete und maschinenseitig verankerte Druckfederelemente die Abstützung und die schwimmende Führung des Flansches der Motorspindelseite. Die Federn wirken dabei entgegengesetzt zur Auslenkrichtung und ermöglichen der Motorspindel, um einen einstellbaren Federweg auszulenken.
Parallel zu den Federelementen installierte Stoßdämpferpads absorbieren zusätzlich beim Ausrücken die kinetische Stoßenergie. Schädigungsrelevante stoßinduzierte Kraftspitzen werden als Folge der Kraftflussentkopplung der Motorspindel wirksam gedämpft.
Zur Kollisionserkennung durch die Maschinensteuerung erfassen im Spindelflansch integrierte Näherungsschalter permanent die Auflage der Flansche zueinander. Bei der Flanschtrennung wird der Kontakt unterbrochen und durch einen in der Steuerung implementierten Automatismus werden die Achsen der Werkzeugmaschine abgebremst und in den Stillstand versetzt.
Beim anschließenden Freifahren der Motorspindel vom Kollisionsort durch die Achsen wird das Schutzsystem infolge der Druckkraft der Federn und der selbstzentrierenden Trennstellenausführung wieder präzise in die Ausgangslage und -position gefügt. Das Schutzsystem ist reversibel fügbar ausgelegt und übersteht auch mehrmalige Kollisionen im Lebenszyklus der Maschine schadensfrei.
Durch den geschlossenen Fluss des Permanentmagnetsystems treten keine Störfelder oder Anziehungskräfte an der Außenseite des Systems auf. Flexibel abdichtende Abstreifer schützen zusätzlich das System vor dem Eindringen von Schmierstoffen, Spänen und Schmutz.

Zusammenfassend ergeben sich folgende Systemvorteile:
* Dr. Arno Wörn arbeitet in der Entwicklung bei der Jakob Antriebstechnik GmbH in 63839 Kleinwallstadt
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 24669970) | Fotos: Jakob
Kommentar zu diesem Artikel abgeben