VDMA

Industrie-Dienstleister müssen ihre Kompetenzen bündeln

 

09.05.2008 | Autor: Ulrich W. Schamari

 

Industrie-Dienstleister müssen ihre Kompetenzen bündeln und sich auf das Erbringen vom Systemdienstleistungen im Zuge arbeitsteilig organisierter Konsortien vorbereiten. Das ist die Essenz eines Vortrags von Prof. Axel Kuhn (Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik) im Rahmen VDMA-Informationstags in Frankfurt am Main.


Holger Steckenreiter, Imtech Deutschland zum Problem der Definition: „Der Markt spricht in der Regel von Industriemontage, von Instandhaltung und Anlagentechnik, von Maschinenumzügen, aber auch von Produktionsunterstützung, innerbetrieblicher Logistik oder technischer Reinigung oder Maschinenreinigung.“Bild: VDMA
Holger Steckenreiter, Imtech Deutschland zum Problem der Definition: „Der Markt spricht in der Regel von Industriemontage, von Instandhaltung und Anlagentechnik, von Maschinenumzügen, aber auch von Produktionsunterstützung, innerbetrieblicher Logistik oder technischer Reinigung oder Maschinenreinigung.“Bild: VDMA
„Das Outsourcing industrieller Dienstleistungen wird zunehmen“, betonte Kuhn, „denn es birgt großes wirtschaftliches Potenzial für Dienstleister und Kunden.“ Es lasse die Dienstleister zu strategischen Wertschöpfungspartnern produzierender Unternehmen werden und erhöhe somit deren Verantwortung. Es sei dabei festzustellen, dass sich ein Trend von der Fremdvergabe spezieller Einzeldienstleistungen hin zur Vergabe komplexer Betreibermodelle entwickelt.

Konsortien eröffnen sich attraktive Chancen

Dies erfordert, dass die Dienstleister ihre Kompetenzen bündeln und sich auf das Erbringen vom Systemdienstleistungen im Zuge arbeitsteilig organisierter Konsortien vorbereiten. Für sie eröffnen sich durch das Outsourcing industrieller Dienstleistungen attraktive Chancen, wie etwa ein erhebliches Wachstumspotenzial, neue Geschäfts- und Erlösmodelle sowie das Potenzial zur Differenzierung vom Wettbewerb.

Sie können umfassendes Erfahrungswissen über Anlagen im Einsatz sammeln und durch die Errichtung von Wechselbarrieren für erhöhte Kundenbindung sorgen. Die Dienstleistungsnehmer profitieren von der Partnerschaft vor allem durch die Möglichkeit zur Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen und die Vermeidung von Investitionen.

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Aufgabenschwerpunkte sind Umbauarbeiten und Industriemontagen

Wie technische Dienstleistungen in der Infrastruktur von Produktionsanlagen erfolgen, erörterte Holger Steckenreiter von Imtech Deutschland, einem der führenden technischen Generaldienstleister, auf der VDMA-Veranstaltung. Zur Schwierigkeit, Industriedienstleistungen für Produktionsstandorte zu definieren, erklärte er: „Der Markt spricht in der Regel von Industriemontage, von Instandhaltung und Anlagentechnik, von Maschinen-umzügen, aber auch von Produktionsunterstützung, innerbetrieblicher Logistik oder technischer Reinigung oder Maschinenreinigung.“

Man könne in der Regel sagen, dass sehr viele dieser Prozesse aus dem technischen Dienstleistungssektor kommen. Aufgabenschwerpunkte sieht Steckenreiter in Umbauarbeiten und Industriemontagen. Nicht vernachlässigen dürfe man dabei die periphere Umgebung.

Zu berücksichtigen sind die Bereiche der physikalischen Sicherheit ebenso wie die elektrische und elektronische Versorgung der Maschinen, die Kühlung oder Klimatisierung etwa von Rechenzentren, die Lüftung, Brandmeldeanlagen und Telekommunikationseinrichtungen sowie das Handling der Daten.

Redakteur/Autor: Ulrike Gloger
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