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Instandhaltung

Ausgelagert und Geld gespart

 

09.06.2009 | Autor: Frank Fladerer

 

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Die Instandhaltungsdienstleister könnten zu den Gewinnern der Krise zählen. Durch sinkende Absatzzahlen steigt der Rationalisierungsdruck, was vielen Unternehmen zu Auslagerungen veranlassen dürfte. Nach Hochrechnungen des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) beläuft sich das Einsparpotenzial durch Outsourcing in Deutschland auf rund 100 Mrd. Euro im Jahr.


Die aktuelle Wirtschaftskrise entpuppt sich als Chance für Instandhalter. Viele Unternehmen, die ein Outsourcing früher abgelehnt haben, lagern nun Aufgaben aus. Das betrifft gerade auch Mittelständler. Bild: Voith
Die aktuelle Wirtschaftskrise entpuppt sich als Chance für Instandhalter. Viele Unternehmen, die ein Outsourcing früher abgelehnt haben, lagern nun Aufgaben aus. Das betrifft gerade auch Mittelständler. Bild: Voith
Ein Beispiel für das Wertschöpfungspotenzial von ausgelagerter Instandhaltung: Mechaniker in Mexiko rätseln, wieso eine Fertigungszelle vor Ort sprichwörtlich keinen Mucks von sich gibt. Für die Leitstelle in Deutschland ist das Problem längst geklärt. Keine Minute, nachdem die Meldung über den Maschinenausfall registriert wurde, hat der Leitrechner die Ursache lokalisiert: Ein Sensor ist defekt und hat den Antrieb abgeschaltet. Binnen kürzester Zeit läuft die Fertigung wieder. Der Clou dabei: Leitstelle und Produktionsbetrieb gehören zu völlig verschiedenen Unternehmen, die Instandhaltungsverträge miteinander abgeschlossen haben.

Solche Beispiele werden im Zeichen der Globalisierung immer häufiger. Die steigenden Wirtschaftsverknüpfungen setzen die Unternehmen zunehmend einem härteren Wettbewerb aus. Arbeitsteilung und die Konzentration auf die Kernkompetenzen spielen dabei die Schlüsselrolle zu wirtschaftlichem Erfolg. Dieser Trend kommt den Instandhaltungsdienstleistern zu Gute.

Auslagern von Sekundärprozessen verschafft Vorsprung am Markt

Experten sind sich einig, dass die Auslagerung der Instandhaltung spürbar zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen beitragen kann. „Wer Sekundärprozesse an zuverlässige Partner abgeben kann, verschafft sich einen Vorsprung am Markt“, sagt Dr. Christian Beer, Geschäftsführer von Voith Industrial Services Mechanical Engineering. Dabei spielen im Wesentlichen zwei Aspekte eine Rolle: „Das outsourcende Unternehmen profitiert von dem Know-how, den Systemen und der Flexibilität des Dienstleisters. Gleichzeitig kann durch Prozessoptimierung und gegebenenfalls Lohnkostenvorteile die Effizienz erhöht werden“, erläutert Dr. Peter Hermes, Geschäftsführer von Thyssen-Krupp Industrieservice.

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Die Ansprüche an Wartung und Instandhaltung haben sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt. Das Ziel, mit Verbesserungen in der Instandhaltung zugleich die Produktivität des Unternehmens zu steigern, steht heutzutage im Fokus der Verantwortlichen. „Das ist wesentlich attraktiver als die Beschränkung des Erwartungshorizonts auf übliche Kostensenkungsziele“, sagt Andreas Beyerle-Köster, Director Strategic Business Development des Geschäftsbereichs Full Service bei ABB Automation.

Eine Einschätzung, die Dr.-Ing. Gerhard Bandow von der Abteilung Instandhaltungslogistik des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) unterstützt: „Es werden Partnerschaften zwischen Betreibern und Dienstleistern angestrebt, in denen die Partner von dem gemeinsam generierten Mehrwert profitieren.“ Die Instandhaltung ist somit vom reinen Kosten- zum Nutzenfaktor geworden, der durch Outside Resource Using oder kurz Outsourcing noch lohnender werden kann.

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Redakteur/Autor: Frank Fladerer
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