Instandhaltung
Ausgelagert und Geld gespart
09.06.2009 | Autor: Frank Fladerer
Risikofelder beim Outsourcing im Auge behalten
Wer sich mit dem Gedanken an die Auslagerung von Instandhaltungsprozessen beschäftigt, sollte sich zunächst mögliche Risikofelder vor Augen führen:
Es kann Know-how-Verlust entstehen.
Die Komplexität und Vernetzung der Systeme kann so groß sein, dass Instandhaltungsleistungen nicht die nötige Verfügbarkeit, Produktivität und Sicherheit der Anlagen sicherstellen können.
Betriebsgeheimnisse müssen gewahrt werden.
Die Kosten können steigen, wenn beispielsweise die Transaktionskosten für die Koordination der Dienstleister bei der Kalkulation nicht berücksichtigt werden.
Angesichts dieser Fallstricke ist es wichtig, Kernkompetenzen zu definieren und in diesen Bereichen im eigenen Hause Verbesserungspotenzial zu suchen, während Nebenkompetenzen durchaus durch Auslagerung effektiver werden können. „Sinnvoll ist das Outsourcing, wenn der Kostendruck hoch ist – und wenn man im Unternehmen bereit ist, die Verantwortung für Sekundärprozesse abzugeben und sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren“, sagt Dr. Christian Beer.
Umfassendes Outsourcing der instadhaltung liegt im Trend
Die Bandbreite der auslagerungsfähigen Industriedienstleistungen steigt mit der zunehmenden Komplexität der Handelsbeziehungen ebenfalls an, wie Beyerle-Köster bestätigt: „In der Vergangenheit wurden häufig nur Teilfunktionen, wie zum Beispiel Ersatzteilmanagement oder Maschinenreinigung, outgesourct. Inzwischen erkennen wir vor allem im europäischen Ausland einen Trend zu einem umfassenderen Ansatz, also die vollständige Instandhaltung outzusourcen.“
Damit ein Outsourcing von Instandhaltungsaufgaben funktioniert, muss sich ein Unternehmen zunächst über seine Prozesse genau im Klaren sein. Peter Hermes: „Ist ein Outsourcing geplant, sollte das produzierende Unternehmen seine Prozesse überprüfen und die eigenen Stärken identifizieren und gemeinsam mit dem Partner Ziele definieren.“
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