Reparatur

Passschrauben verringern Aufwand bei der Instandhaltung von Walzgerüsten

 

09.06.2009 | Autor: Thomas Pohl

 

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Schleißplatten sind Bauteile, die die Lebensdauer eines Walzgerüstes verlängern. Diese Aufsätze werden regelmäßig abgefräst, um ihre Ebenheit zu gewährleisten. Vermeiden lässt sich dies mit einem Verfahren, bei dem Passschrauben die Querkräfte des Walzvorgangs besser auffangen. Das vergrößert die Reparaturintervalle und verringert die Reparaturzeit.


Bild 1: Mit Hilfe von Schleißplatten steigt die Lebensdauer eines Walzgerüstes. Diese Aufsätze müssen normalerweise mit viel Aufwand abgefräst werden, um einsatzfähig zu bleiben.
Bild 1: Mit Hilfe von Schleißplatten steigt die Lebensdauer eines Walzgerüstes. Diese Aufsätze müssen normalerweise mit viel Aufwand abgefräst werden, um einsatzfähig zu bleiben.
Viele Stahlprodukte erhalten ihre vielfältigen Formen, physikalischen Eigenschaften und Abmessungen aus der Verarbeitung von gegossenen Brammen und Blöcken. Das Umformen dieser Materialien geschieht sehr häufig in Walzwerken, wo das Vormaterial schrittweise durch Walzen auf die gewünschten Parameter gebracht wird. Diese Walzen sind in Baustücken gelagert, die wiederum über sogenannte Schleißplatten im Walzgerüst geführt und gehalten werden (Bilder 1 und 2).

Schleißplatten bestehen aus teuren und hochwertigen Werkstoffen

Diese (Ver-)Schleißplatten aus relativ teuren und hochwertigen Werkstoffen werden eingesetzt, um die Lebensdauer der Anlagenteile, also des Walzgerüstes und der Baustücke, zu verlängern. Bisher ist es nicht gelungen, den Verschleiß am Walzgerüst stark zu reduzieren oder gar ganz zu unterbinden.

In den Walzenständern kommt es durch die Wechselbelastung der Walzkraft und die daraus resultierenden starken Vibrationen zu enor-men Beanspruchungen (dem sogenannten Hämmern) der Schraubverbindungen an den Schleißplatten der Baustücke wie auch an den Schraubverbindungen der Schleißplatten im Walzgerüst. Die rauen Flächen an Gerüst und Schleißplatten werden während des Betriebes geglättet und es entsteht ein Abbau des Oberflächenkontaktes. Infolge des fortgesetzten Hämmerns erodieren dabei die Befestigungsflächen des Walzenständers für die Verschleißplatten.

Bei Warmwalzgerüsten wirkt zusätzlich die relativ hohe Temperatur, verbunden mit Spritzwasser aus der Kühlung im Gerüstbereich, was zu Korrosion der Kontaktflächen von Verschleißplatten und Walzenständer führt. Durch das Lockern der Schleißplatten und den Vorspannverlust der Schrauben sind diese nicht mehr in der Lage, Querkräfte aufzunehmen. Die Folge: Die Befestigungsschrauben reißen ab, was den Verschleiß drastisch weiter erhöht.

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Redakteur/Autor: Frank Fladerer
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