Reparatur

Passschrauben verringern Aufwand bei der Instandhaltung von Walzgerüsten

 

09.06.2009 | Autor: Thomas Pohl

 

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Diese Zwischenschicht führt dazu, dass keine Rauigkeitsspitzen geglättet werden und die Schleißplatte behält ihre feste Auflage am Ständer. Nach dem Aushärten des sogenannten Flüssigmetalls müssen die Stellschrauben entfernt und Befestigungsschrauben mit dem entsprechenden Drehmoment angezogen werden. Ein Schrumpfen des Klebers tritt nicht ein, so dass die eingestellten Abstände erhalten bleiben.

Über die Jahre wurde dieses Verfahren in zahlreichen Versuchen mit unterschiedlichen Materialien, Konsistenzen der Materialien, Anordnungen von Bohrungen und verschiedenen Abdichtungsvarianten optimiert und es hat sich bereits erfolgreich in zahlreichen Praxistests bewährt. Die Premiere feierte es 1998 bei der Dillinger Hütte an einem 5,5-m-Quartogerüst. Bei Arcelor-Mittal in Gent werden seit 2004 nach und nach die Schleißplatten im Warmwalzwerk neu eingeklebt. Salzgitter Mannesmann Grobblech in Mülheim baut seit Sommer 2008 am 5,1-m-Quartogerüst auf diese Reparaturmethode.

Außerdem wurde dieses Instandhaltungsverfahren inzwischen auch bei Salzgitter und Thyssen-Krupp Steel sowie diversen Kunden in Spanien, Italien und Frankreich erfolgreich eingesetzt. Überall wurde der Materialabtrag an den Gerüsten gestoppt, die Stillstandszeit und -kosten stark reduziert und die Standzeiten verlängert. Die vorgegebenen Toleranzen von 0,1 mm wurden in jedem dieser Fälle umgesetzt. Grundsätzlich ist der Einsatz des Verfahrens überall möglich, wo Maschinenteile oder Schleißplatten ausgerichtet werden müssen – natürlich abhängig von der Art der Belastung. Die Ausrichtung ist bis auf ein Zehntel der Genauigkeit machbar.

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Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Thomas Pohl ist Leiter Technik bei der Thyssen-Krupp Mill Services & Systems GmbH in Oberhausen.

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Redakteur/Autor: Frank Fladerer
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