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KPMG-Umfrage

Autobranche setzt Hoffnung auf Schwellenländer

 

08.01.2010 | Redakteur/Autor: Jürgen Schreier

 

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Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China dürften als Automobilmärkte deutlich an Bedeutung gewinnen. Viele Hersteller und Zulieferer wollen deshalb in den kommenden fünf Jahren in den BRIC-Staaten erstmals oder verstärkt investieren. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 200 führenden Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie ergeben, die anlässlich der Detroit Motor Show veröffentlicht wurde.


Die Automobilindustrie setzt auf die Schwellenländer. Im Bild die Montage des Audi A4L im chinesischen Changchun. Bild: Audi/DPA
Die Automobilindustrie setzt auf die Schwellenländer. Im Bild die Montage des Audi A4L im chinesischen Changchun. Bild: Audi/DPA
Über die Hälfte der befragten Unternehmen plant, in den kommenden fünf Jahren erstmals oder verstärkt auf dem chinesischen Markt zu investieren (58,5%), 43% wollen dies in Indien tun. Auch Russland und Brasilien sehen die Unternehmen als attraktive Märkte an. Hier wollen immerhin ein Drittel beziehungsweise ein Viertel der Befragten in den kommenden fünf Jahren erstmals investieren oder ihr Engagement verstärken.

Allerdings befürchtet jeweils rund die Hälfte der Unternehmen, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. Für Indien geht jeder Dritte davon aus, und 12% der Experten wollen schon heute Überkapazitäten in Russland ausgemacht haben.

Immer noch deutliche Überkapazitäten in Westeuropa und den USA

Obwohl die Produktionszahlen in den in den traditionellen Märkten bereits zurückgefahren wurden, sehen hier fast alle Branchenexperten immer noch deutliche Überkapazitäten. So sagen 80% der von KPMG Befragten, es gebe derzeit in Westeuropa Überkapazitäten. Diese bewegen sich nach Ansicht von zwei Dritteln der Umfrageteilnehmer zwischen 11 und 30%. Weitere 14% gehen sogar von noch höheren Werten aus. Auf dem nordamerikanischen Markt sehen sogar 88% der Experten die Kapazitäten als überschritten an, fast ebenso viele in Japan.

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