Instandhaltung

Den Ausfallzeiten endlich den Schrecken nehmen

26.01.12 | Autor / Redakteur: Andreas Lenz / Robert Weber

Damit alle Räder laufen, muss eine vorausschauende MRO-Strategie vorherrschen. Sie sorgt für Versorgungssicherheit und ist Mittel, noch schlummerndes Wertschöpfungspotenzial zu entfalten. (Bild: Brammer)
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Damit alle Räder laufen, muss eine vorausschauende MRO-Strategie vorherrschen. Sie sorgt für Versorgungssicherheit und ist Mittel, noch schlummerndes Wertschöpfungspotenzial zu entfalten. (Bild: Brammer)

Die Leistung von Produktionsanlagen sicherzustellen ist eine Herausforderung. Dabei ist es wichtig, die Dauer der Wartungszeit und Stillstände zu minimieren. Eine intelligente MRO (Maintenance, Repair and Operations)-Strategie ist der Schlüssel zu optimaler Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

In den hochkomplexen und weitgehend automatisierten Prozessen moderner industrieller Fertigung ist die klassische, sogenannte Feuerwehrstrategie in Form reaktiver und korrigierender Instandhaltung, oftmals überholt. Experten wissen: Der Schaden nur einer Maschine kann Kosten in Millionenhöhe verursachen und ganze Produktionsketten für Tage lahmlegen. Dann kann auch die Feuerwehr nicht mehr helfen.

Entscheidend ist es daher, Fehler und Störungen an Bauteilen der Produktionsanlagen zu erkennen, bevor sie auftreten. Eine vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintainance) basierend auf kontinuierlicher Zustandsbeobachtung (Condition Monitoring) vermeidet viele ungeplante Stör- und Produktionsausfälle.

Vorausschauende Instandhaltung amortisiert sich schneller als gedacht

RFID- (Radio Frequency Identification) und SCADA-Technologie (Supervisory Control and Data Acquisition), Sensoren oder Fernwartungs- und Diagnosesysteme stellen beispielsweise Verschleißverläufe fest, spüren Unwuchten auf, warnen bei Strom- und Wärmeschwankungen, überprüfen den Zustand von Schmiermitteln und, und, und.

Beginnt ein Lager, ein Getriebe oder ein anderes kritisches Element zu verschleißen oder kommt es zur Mangelschmierung, werden diese Veränderungen erfasst. Das System wertet die Informationen aus, leitet sie weiter oder warnt unmittelbar.

Drohenden Betriebsstörungen wird so entgegengewirkt und teure Maschinenschäden, Reparaturen und längere Stillstandszeiten werden vermieden. Dies bietet ein hohes Maß an Produktionssicherheit und großes Potenzial zur Kosteneinsparung: Gleichzeitig lassen sich nötige Instandhaltungsmaßnahmen sehr gut mit dem Produktionsplan abstimmen.

Vermeiden eines einzigen Störfalls kann Condition-Monitoring komplett amortisieren

In vielen Fällen amortisieren sich die Investitionen in Condition-Monitoring-Technologien, notwendiges zusätzliches Personal sowie Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bereits durch das Vermeiden eines einzigen Störfalls. Unternehmen sollten sich aber keinen Illusionen hingeben: Condition Monitoring kann nur ein Teil einer ganzheitlichen MRO-Strategie sein, die speziell an die Firma, die individuellen Prozesse und personellen Ressourcen angepasst sein muss.

Ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Unternehmen und den Herausforderungen an eine intelligente MRO-Strategie sind dabei Beratung, Service und Support von außen, von Spezialisten, die sich mit den spezifischen Prozessen, Anlagen und Bauteilen der jeweiligen Branche auskennen. Das kann nicht der MRO-Händler sein, der lediglich Pakete verschickt und nur per telefonischer Hotline über ein Callcenter erreichbar ist. Denn genau an dieser Stelle trennt sich am Markt die Spreu vom Weizen.

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