Instandhaltung

Den Ausfallzeiten endlich den Schrecken nehmen

26.01.12 | Autor / Redakteur : Andreas Lenz / Robert Weber

Der Partner muss eine 24/7/365-Versorgungssicherheit durch technische Materialien, Komponenten und Bauteile sicherstellen und darüber hinaus durch flankierende MRO-Service- und Supportleistungen Mehrwert für das jeweilige Unternehmen bereitstellen. Denn Instandhaltung kann noch mehr, als die Produktivität und Verfügbarkeit von Anlagen zu sichern. So lässt sich unter anderem bei den Beschaffungsabläufen der Hebel ansetzen. Dazu müssen nicht nur die Produktkosten, sondern die gesamte Prozesskette betrachtet werden.

MRO-Rahmenverträge schaffen Vertrauen und Planungssicherheit

Rahmenverträge erweisen sich bei MRO als hilfreich, da durch definierte Abnahmemengen inklusive rechtzeitiger Lieferung Versorgungssicherheit garantiert wird. Dazu werden die Verbrauchsstruktur und Bestellverfahren analysiert. Diese Transparenz ermöglicht dann die Definition des vertraglichen Artikelspektrums und führt so zu hundertprozentiger Just-in-Time-Artikelverfügbarkeit.

Neben der Versorgungssicherheit bieten festgeschriebene Preisniveaus Planungssicherheit und zeitaufwendige Preisabstimmungen entfallen während der Vertragslaufzeit (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Für abgespeckte Beschaffungsprozesse sorgt auch die elektronische Bestell- und Rechnungsabwicklung über E-Kataloge für verschiedene Marktplatzsysteme bis hin zur Systemintegration (EDI). MRO-Spezialisten verfügen über das notwendige Know-how.

E-Procurement kann MRO-Kosten deutlich senken

E-Procurement senkt die Kosten auch deutlich im Bereich C-Teile. Sie haben mit rund 50% einen hohen Anteil am MRO-Teilespektrum eines Unternehmens. Dabei sind sie jedoch lediglich mit circa 10% am gesamten Einkaufsvolumen beteiligt. Durch eine Vielzahl an Lieferanten in diesem Bereich, die geringe Anzahl von entsprechenden Rahmenverträgen und den großen Anteil an Einzelbestellungen entsteht bei C-Teilen der größte Bestellaufwand.

Damit übersteigen die administrativen Kosten zur Beschaffung oft den Preis des eigentlichen Produkts. Studien zeigen, dass ein Bestellvorgang schnell bis zu 15 Prozessschritte auslösen und bis zu 100 Euro kosten kann.

Weglassen von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten bietet größtes Einsparpotenzial

Durch Weglassen oder Automatisieren von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten, wie etwa unnötigen Freigaben und Buchungen, ergibt sich das größte Einsparpotenzial. So kann beispielsweise ein autorisierter Mitarbeiter über ein ihm zugeteiltes Budget im Rahmen seines Artikelspektrums frei verfügen. Er wählt aus dem elektronischen Produktkatalog die von ihm benötigten C-Teile aus und legt sie in einen elektronischen Warenkorb ab.

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