Werkstoffe und Halbzeuge

Bayerische Metall- und Elektroindustrie

Der Konjunkturherbst steht bevor

26.08.2008 | Autor: Jürgen Schreier

Das Ende des konjunkturellen Hochsommers in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist vorbei. Der Branche steht ein ungemütlicher Konjunkturherbst bevor. Das ist das Ergebnis der Sommerumfrage der bayerischen Metallarbeitgeberverbände Bay ME und VBM unter ihren Mitgliedsbetrieben.


Die Stirn in Sorgenfalten legt BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Es wird in unserer Branche eine spürbare Abschwächung geben. Für das Jahr 2008 erwarten wir eine Halbierung des Wachstums gegenüber 2007 – sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung.“
Die Stirn in Sorgenfalten legt BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Es wird in unserer Branche eine spürbare Abschwächung geben. Für das Jahr 2008 erwarten wir eine Halbierung des Wachstums gegenüber 2007 – sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung.“
„Es wird in unserer Branche eine spürbare Abschwächung geben. Für das Jahr 2008 erwarten wir eine Halbierung des Wachstums gegenüber 2007 – sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung“, sagte Bertram Brossardt, Bay ME-/VBM-Hauptgeschäftsführer bei der Vorstellung der Umfrage in München.

Die Geschäftslage im ersten Halbjahr 2008 wurde von den Firmen noch positiv bewertet, allerdings nicht mehr so gut wie im vergangenen Jahr. Die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte haben sich jedoch spürbar eingetrübt. Brossardt: „Erstmals seit 2003 überwiegen bei der Zukunftseinschätzung des Inlandsgeschäfts wieder die pessimistischen Stimmen.“

Beim Exportgeschäft sind die Erwartungen so schlecht wie seit sechs Jahren nicht mehr, bei Produktion und Investitionen ist laut Umfrage der Zenit klar überschritten und auch die Beschäftigungspläne der Firmen zeigten nicht mehr weiter nach oben. Brossardt erwartet für 2008 folglich nur noch ein Produktionswachstum von 5%, nach einem 10-prozentigen Anstieg 2007.

Weniger Dynamik bei Job-Aufbau

Auch beim Jobwachstum verlangsame sich die Dynamik spürbar, so Brossardt. „Im Jahresdurchschnitt gehen wir von einem Plus von 11000 neuen Jobs aus, 2007 waren es noch 25000.“ Eine seriöse Prognose für das Jahr 2009 sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. „Den Einschätzungen unserer Unternehmen zufolge gehen wir aber davon aus, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt.“

Als Hauptgründe für die Abkühlung nannte Brossardt das langsamere weltwirtschaftliche Wachstum, die rasant gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sowie den starken Euro.

Rüsten für den Konjunkturwinter

Brossardt wies darauf hin, dass die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie auf die konjunkturelle Eintrübung Rücksicht nehmen müsse. „Wir verhandeln im Herbst über das Jahr 2009. Wir müssen Vorkehrungen für den Fall treffen, dass es im nächsten Jahr zu einem konjunkturellen Wintereinbruch kommt.“ Dafür müssten insbesondere die Flexibilisierungselemente des letztjährigen Tarifabschlusses, wie Konjunkturbonus und betriebliche Differenzierungsmöglichkeiten, weiter ausgebaut werden.




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