Stanzmaschinen und -werkzeugeStanzenSensor sorgt für korrekten StanzprozessWird beim Stanzen erst nach dem Bearbeitungsprozess festgestellt, dass sich die Löcher nicht an der richtigen Stelle befinden, heißt das Ausschuss. Eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig ermöglicht jetzt die rechtzeitige Erkennung von Fehlstanzungen.
Das Besondere an den Sensoren: Sie sind mit 2 mm Höhe und 20 bis 25 mm Durchmesser nur etwa ein Zehntel so groß wie handelsübliche Sensoren und finden daher auch in Großwerkzeugen Platz, in denen viele Stempel nebeneinander angebracht sind. „Zudem sind sie – in Serie gefertigt – voraussichtlich kostengünstiger als bislang erhältliche Sensoren“, nennt Martin Weber, Projektleiter am IST, einen weiteren Vorteil. Grund dafür sei ein rentables Beschichtungsverfahren, in dem Hunderte von Grundkörpern zeitgleich behandelt werden können. Hierbei handelt es sich um eine chemische Vakuumabscheidung (CVD-Prozess). „Es rentiert sich finanziell, in Großwerkzeugen – wie sie etwa im Automobilbau eingesetzt werden – jeden einzelnen der zahlreichen Stempel zu überwachen“, so Weber. „Erstmals wurde für einen solchen Sensor ein etabliertes Vakuumbeschichtungsverfahren zur Herstellung von Kohlenstoffschichten genutzt“, erklärt Saskia Biehl, Gruppenleiterin der Mikro- und Sensortechnologie am IST, die Funktion und geringe Größe. Die Schicht wird auf eine dünne Metallscheibe aufgebracht. Steigt der Druck auf die Kohlenstoffschicht, sinkt ihr elektrischer Widerstand. Über diese Änderungen kann die Kraft ermittelt werden, mit der der Stempel auf die Bleche drückt.
Sensor erstmals mit KohlenstoffschichtPrototypen des Sensors haben die Forscher in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz bereits erfolgreich getestet. Derzeit werden die Sensoren weiter optimiert, um sie auch in Großserien zuverlässig produzieren zu können und für Stanz- und Umformprozesse einsetzen zu können. Weitere Informationen erhalten Sie bei
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