Umformmaschinen und -werkzeuge

Werkstoffe

Umformeigenschaften bereits in der Werkstoff-Entwicklung beeinflussen

11.01.2008 | Autor: Annedore Munde

Düsseldorf/Aachen (am) – Stets geht es darum, die Autos stabiler, leichter und zugleich sicherer zu machen. Durch die höhere Leichtigkeit des Werkstoffs können die Abgasemission und der Kraftstoffverbrauch reduziert werden, durch die höhere Festigkeit des Werkstoffs steigt die Sicherheit der Insassen.


Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf stehen modernste Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Bild: Munde
Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf stehen modernste Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Bild: Munde
Auch auf die geforderte gute Umformbarkeit der Stähle, beispielsweise im Automobilbau, müssen Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Produktentwicklung frühzeitig reagieren. Stahl besteht größtenteils aus Eisen.

Seine unterschiedlichen Eigenschaften erhält er durch das Zugeben verschiedener Metalle beziehungsweise Legieren sowie Wärmebehandlung und Verarbeitung. Letztendlich entscheidet der konkrete Anwendungsfall des Stahls (rostfrei, hoch- oder höchstfest) darüber, welche Legierungselemente zugegeben werden. Doch die Entwicklung neuer Stähle dauert oft recht lange.

Seit Juli 2007 arbeitet ein Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft daran, Zusammenhänge zwischen der Legierungszusammensetzung und den Verformungsmechanismen zu klären und Eingangsgrößen für die Mikrostruktur-Modellierung bis hin zur Prozesssimulation zu erarbeiten.

Das Projekt, das bis 2011 angelegt ist, ist eine Kooperation zwischen acht Instituten und Lehrstühlen der RWTH Aachen und drei Abteilungen des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf. Neu ist der Einsatz moderner quantenmechanischer Berechnungsverfahren in der Entwicklungsmethodik. Mit skalenübergreifenden Modellierungsansätzen soll, ausgehend von quantenchemischen Betrachtungen, die Werkstoffentwicklung erheblich beschleunigt werden.




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