Composites Germany

11. Markterhebung zur Compositebranche bestätigt gute Stimmung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Hier sind die Ergebnisse der 11. Expertenbefragung zum Geschäftsklima am Compositemarkt, die von der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany halbjährlich durchgeführt wird. Mit wenigen Worten: Die Lage ist weiterhin recht rosig. Mehr Details – siehe den Artikel und die hinterlegte Diagrammabfolge.
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Hier sind die Ergebnisse der 11. Expertenbefragung zum Geschäftsklima am Compositemarkt, die von der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany halbjährlich durchgeführt wird. Mit wenigen Worten: Die Lage ist weiterhin recht rosig. Mehr Details – siehe den Artikel und die hinterlegte Diagrammabfolge. (Bild: Composites Germany)

Stabile Treiber, eine gute Geschäftslage und ein freundliches Investitionsklima kennzeichnen den Compositemarkt, heißt es da. Befragt wurden erneut alle Mitgliedsunternehmen der vier großen Trägerverbände von Composites Germany: AVK, CCeV, CFK-Valley und VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien.

Um die problemlose Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Erhebungen zu gewährleisten, wurden auch in diesem Halbjahr keine Änderungen bei der Befragung durchgeführt, so die Wirtschaftsvereinigung Composites Germany. Erhoben habe man erneut überwiegend qualitative Daten in Bezug auf die aktuelle und zukünftige Marktentwicklung.

Blick auf die aktuelle Geschäftssituation:

Befragt nach ihrer Meinung zur aktuellen Geschäftslage in den drei Regionen Deutschland, Europa und weltweit, kommen die Befragten zu einer grundsätzlich positiven Bewertung, so die Wirtschaftsvereinigung. Sowohl die eigene, als auch die generelle Geschäftslage werden positiv bewertet. So beurteilen beispielsweise 86 % der Befragten die generelle Geschäftslage als „positiv“ oder sogar „sehr positiv“ (Diagramm 1). Dieses Ergebnis zeige auch eine leicht optimistischere Einschätzung als bei der letzten Befragung. Auch die Einschätzung zur wirtschaftlichen Situation des eigenen Unternehmens bleibt demgemäß weiterhin positiv, wobei sich je nach Region Unterschiede zeigen (Diagramm 2).

Prognosen für die Zukunft und die Investitionsbereitschaft

Diagramm 3 zeichnet in Bezug auf die Erwartungen der zukünftigen generellen und der eigenen Geschäftslage ein rundum positives Bild. Der überwiegende Teil der Befragten gehe davon aus, dass sich das grundlegend positive Wirtschaftsumfeld nicht verschlechtern respektive sogar verbessern wird. Das Diagramm fasst die Erwartungen an die Entwicklung der eigenen Geschäftslage im kommenden halben Jahr zusammen, wie Composites Germany erklärt.

Auch die erhobenen Indikatoren zum Investitionsklima (Anlageninvestitionen und Personalplanung) machen gute Laune. So gehen lediglich 6 % der Befragten von einer Reduzierung des Personalbestandes aus, wohingegen 44 % mit Neueinstellungen rechnen (Diagramm 4). Übereinstimmend damit glaubt fast die Hälfte der Teilnehmer, dass sich deren Unternehmen zukünftig im Bereich Composites noch stärker engagieren werde.

Die Wachstumsmotoren laufen weiter wie geschmiert

Nur kleine Änderungen gebe es im Bereich der Wachstumstreiber im Compositemarkt. Weiterhin, heißt es, bleiben der Automobilbereich und die Luftfahrt, als klassische Anwendungsbereiche, die Branchen, von denen maßgebliche Wachstumsimpulse erwartet werden. Hinzu kommen jedoch immer stärker auch die Segmente Infrastruktur und Bau, betonen die Experten. Erstmals sollen die Erwartungen an dieses Segment höher liegen als an den Automobilbereich. Materialseitig bleibt CFK (Carbonfaserverstärkter Kunststoff) der Wachstumstreiber Nummer eins. Regional behält Asien seine Dominanz als Region aus der wesentliche Wachstumsimpulse erwartet werden.

Der Composite-Index offenbart Unterschiede

Unabhängig von einer grundlegend sowie nach wie vor sehr positiven Bewertung der aktuellen und der zukünftigen Geschäftslage (generell & individuell) zeigt der Composites-Development-Index jedoch unterschiedliche Entwicklungen (Diagramm 5). Die Erwartungen an die zukünftige generelle sowie die kommende eigene Geschäftslage erweisen sich nicht ganz so optimistisch als noch bei der letzten Befragung. In diesem Zusammenhang dürfe jedoch nicht übersehen werden, dass sich beide Indikatoren weiterhin auf einem sehr hohen Zufriedenheitsniveau bewegten. Die Bewertung der generellen Geschäftslage dreht im Gegensatz zur letzten Befragung aber erneut deutlich ins Positive, wohingegen die Bewertung der eigenen derzeitigen Geschäftslage konstant bleibt. Auch hierbei überwiegt jedoch generell eine sehr optimistische Bewertung, wie es heißt, auf äußerst hohem Niveau.

Rückblick auf die 10. Markterhebung:

Zu bedenken sei auch, dass sich die Erwartungen an die Zukunft in beiden Bereichen eintrüben. Dieser Schwenk muss ernst genommen, aber auch relativiert werden, so Composites Germany. Mittelfristig wird es nach Ansicht der Experten interessant zu sehen sein, ob sich der Abschwung fortsetzt oder sich der Zeiger wieder nach oben dreht. Darüber hinaus bleibe zu erwarten, dass die nach wie vor sehr hohen Zufriedenheitswerte auf Dauer nicht gehalten werden könnten und entsprechende Abschwünge somit nicht überbewertet werden sollten.

Die nächste Markterhebung gibt es im Januar 2019, heißt es.

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