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Retrofit

12 neue RBG bei laufender Produktion

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Für das Retrofit eines zwölfgassigen vollautomatischen Hochregallagers für Blechteile liefert Vollert Anlagenbau aus Weinsberg zwölf Regalbediengeräte (RBG), die Gangausrüstung, Förder- und Sicherheitstechnik, den Stahlbau der Vorzone sowie die Steuerungs- und Elektrotechnik an Mercedes-Benz in Sindelfingen.

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Vollert tauscht bei Mercedes-Benz zwölf Regalbediengeräte bei laufender Automobilproduktion.
Vollert tauscht bei Mercedes-Benz zwölf Regalbediengeräte bei laufender Automobilproduktion.
( Bild: Vollert )

Der Austausch erfolgt in vier Bauphasen unter laufendem Betrieb. Die vorhandene Regalanlage und das Gebäude bleiben dabei bestehen. „Die Montagezeiten sind aufgrund der laufenden Produktion sehr kurz und müssen exakt koordiniert und vorbereitet werden. Wir arbeiten hier praktisch nach Stundenplan“, erklärt Jochen Keinath, zuständiger Projektleiter von Vollert. Teilinbetriebnahmen im Werk bei Vollert sollen die Montagedauer zudem verkürzen. Die Spezialisten verfügen über jahrelange Erfahrung in der Automobilindustrie, sodass Retrofitprojekte dieser Art und Größe dem Unternehmen zufolge zuverlässig gemeistert werden.

48 An- und Abdienungsstiche

Das Hochregallager für Blechteile bei Mercedes-Benz, das von Vollert neu ausgestattet wird, dient als Zwischenlager für Ladungsträger vom Presswerk. Ladungsträger mit einem Gewicht bis 2,5 t übernehmen die RBG einzeln, kleinere Ladungsträger werden zu Lasten bis 3,5 t zusammengefasst und gemeinsam eingelagert. Zusätzlich zur Steuerungs- und Elektrotechnik, die allein ein Drittel des Auftragsvolumens umfasst, liefert Vollert die Fördertechnik und den Stahlbau der Vorzone. Insgesamt 48 An- und Abdienungsstiche führen zu den Regalbediengeräten. Die Ein- und Auslagerung spielt sich auf zwei Ebenen ab. Im Erdgeschoss herrscht Staplerbetrieb, im Untergeschoss werden fahrerlose Transportsysteme (FTS) automatisch beladen.

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Umbau in vier Phasen

Eine Besonderheit des Retrofitprojekts liegt in den Spezial-Regalbediengeräten und deren Anpassung an das bestehende Hochregallager. Hier sind keine Standardlösungen, sondern viel Know-how und Flexibilität gefragt. Gleichzeitig entspricht die Fertigung der individuellen Anlagen aufgrund der hohen Anzahl schon fast einer Kleinserie. Nach nur sechs Monaten Planung und Konstruktion erfolgte die erste Lieferung im Dezember 2014. Insgesamt ist die Montage in vier Bauphasen unterteilt, in denen jeweils drei Gassen zusammen getauscht werden, inklusive Dachöffnung, Demontage der Altgeräte und Neumontage. Auch die Zertifizierung und Abnahmen koordinieren die Schwerlastexperten aus Weinsberg. Ende 2015 ist der Umbau des Hochregallagers abgeschlossen.

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