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Trumpf 2D: Schneidgeschwidgkeit verdoppelt

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

2D-Laserschneidmaschinen von Trumpf sind jetzt mit neuen Prozessen verfügbar. Highspeed und Highspeed Eco benötigen nach Unternehmensangaben 70 % weniger Schneidgas und ermöglichen fast doppelten Tafeldurchsatz.

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Der Tafeldurchsatz beim Highspeed-Prozess kann, verglichen mit dem Standardschnitt, fast doppelt so hoch ausfallen.
Der Tafeldurchsatz beim Highspeed-Prozess kann, verglichen mit dem Standardschnitt, fast doppelt so hoch ausfallen.
(Bild: Trumpf)

Bisher galt die Regel: Höhere Schneidgeschwindigkeit erfordert höhere Laserleistung. Trumpf hat nach eigenen Angaben den Zusammenhang zwischen kW und Tempo jetzt aufgelöst. Das Ergebnis: Die Schneidprozesse Highspeed und Highspeed Eco. Ein neues Düsendesign steigert nach Unternehmensangaben den Vorschub von Festkörperlasermaschinen beim Stickstoff-Schmelzschnitt um bis zu 100 % – und das bei gleicher Laserleistung. Neben der Vorschubgeschwindigkeit werde auch der Einstechprozess schneller. Gemeinsam wirke sich das auf den Tafeldurchsatz aus. Im Vergleich zum Standardschnitt könne dieser nahezu doppelt so hoch ausfallen. Darüber hinaus spart das neue Düsendesign Schneidgas. Highspeed kommt mit durchschnittlich 40 % und Highspeed Eco mit 70 % weniger Stickstoff aus, heißt es weiter.

Eine Aufgabe des Schneidgases im Schmelzschnitt besteht darin, das geschmolzene Material aus der Schnittfuge zu blasen – und das mit relativ hohem Gasdruck und damit verbundenen, hohen Betriebskosten. Baustahl wurde vor allem in höheren Blechdicken daher meist mit Sauerstoff im Brennschnitt geschnitten. Dem Vorteil geringer Gaskosten stand der Nachteil oxidierter Schnittkanten gegenüber, die häufig Nacharbeit erforderten. Bei den Prozessen Highspeed und Highspeed Eco führen Gaseinsparung und gesteigerte Geschwindigkeit nach Unternehmensangaben dazu, dass Baustahl mit Stickstoff deutlich wirtschaftlicher bearbeitet werden kann als bisher. Außerdem konnte der Anwendungsbereich eines Lasers mit 8 kW im Schmelzschnitt erweitert werden. Wo bisher nur 10 mm Blechdicke möglich waren, schneidet der Laser jetzt bis 12 mm dicke Bleche, wie es heißt.

Schmelze effektiv austreiben

Beim Highspeed-Prozess kommt eine so genannte Nebenstromdüse zum Einsatz. Ein Teil des Schneidgases tritt durch die Düsenmitte gemeinsam mit dem Laserstrahl aus; der Rest bildet um den Hauptstrahl herum einen Nebenstrom, wie Trumpf mitteilt Dieser konzentriert den Hauptstrahl auf den Schnittspalt. Die Schmelze werde so effektiver ausgetrieben. Die patentierte Düse des Schneidprozesses Highspeed Eco sei zusätzlich mit einer Hülse ausgestattet. Sie führe das Gas direkt in den Schnittspalt und sorge so dafür, dass kein oder nur ein geringer Anteil des Gases seitlich abströmt. Während die bewegliche Hülse bei der Bearbeitung über das Material gleitet, hat die Düse einen Abstand von 1,5 mm zur Blechoberfläche. Dadurch überwindet sie nach Unternehmensangaben mühelos Materialaufwürfe, die beim Einstechen entstehen können, was die Einstechzeiten reduziert und der Gefahr von Beschädigungen vorbeugt.

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